Wechselwirkungen in der Bene-Fabrik. Interaktive Wissenschaftsausstellung machte von April bis Juli am Zukunfts-Campus Station und begeisterte rund 1.000 Besucher.

Erstellt am 27. Juli 2018 (05:00)
Zukunftsakademie Mostviertel/weinfranz.at
Interaktive Stationen aus verschiedenen Disziplinen, bei denen die Ausstellungsbesucher „Hand anlegen“ konnten, machten wissenschaftliche Zusammenhänge greifbar.

Der geplante Zukunfts-Campus auf dem ehemaligen Bene-Areal auf der Zell soll die Technologieentwicklung und den Innovationsgeist der Region künftig spür- und erlebbar machen. Mit der Ausstellung „Wirkungswechsel“, die von 13. April bis 7. Juli dort gastierte, wurde der Campus aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und zu einem Ort für Begegnungen.

Die interaktive Wanderausstellung „Wirkungswechsel“ des ScienceCenter-Netzwerks, deren Ziel es ist, die vielen Wechselwirkungen in Natur, Technik und Alltag erlebbar zu machen, wurde von der Zukunftsakademie Mostviertel in Kooperation mit der LEADER-Region Eisenstraße und der Stadt Waidhofen im Rahmen der ersten Waidhofner „Langen Nacht der Forschung“ offiziell eröffnet. Der renommierte Mathematiker und Nationalratsabgeordnete Rudolf Taschner beleuchtete dabei als Gastredner Wechselwirkungen von der Antike bis ins digitale Zeitalter, und Kabarettist Wolf Gruber bewies, dass Forschung und Humor sehr gut miteinander harmonieren.

Knapp 1.000 Besucher wurden zu Forschern

Doch auch an den folgenden Tagen hatte die Ausstellung, die insbesondere Schulen ansprechen sollte, einiges zu bieten. 20 Mitmachstationen luden Interessierte dazu ein, Wissenschaft aus erster Hand zu erleben. So konnten die insgesamt knapp 1.000 Besucher etwa erfahren, wie sich der Geburtsort auf die statistische Lebenserwartung auswirkt oder eine Antwort auf die Frage bekommen, ob schlechte Laune ansteckend ist. Regional wurden außerdem vier Zusatzstationen angeboten, die vom Direktor der HTL Waidhofen Harald Rebhandl und von Maria Schmid („Kuriosum“) zur Verfügung gestellt und betreut wurden.

„Durch spannende Hands-on-Stationen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wurden Zusammenhänge erfahrbar, die durch wechselseitige Beeinflussung entstehen“, hebt Bürgermeister Werner Krammer die Vorteile des interaktiven Ansatzes hervor.

„Wir wollten mit der Ausstellung zeigen, welche Nutzungen am Zukunfts-Campus zu erwarten sind.“Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger

„Wir wollten mit der Ausstellung schon jetzt zeigen, welche zukünftigen Nutzungen am Zukunfts-Campus zu erwarten sind“, ergänzt Eisenstraße-Obmann Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger. Direktorin Barbara Streicher, Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk, gratuliert dem Netzwerkpartner, der Zukunftsakademie Mostviertel, zur erfolgreichen Präsentation der Wirkungswechsel-Ausstellung. Sie lobte die gelungene Adaption des Standorts, welcher der Ausstellung ein ganz besonderes Flair verliehen und dem Hands-on-Ansatz gut entsprochen habe. Vor allem junge Menschen aus der Region hätten einen Anstoß bekommen, sich selbstständig mit Wissenschaften und Technik zu beschäftigen.

„Die Begeisterung unserer Jugend für Wissenschaft und Technologie lässt uns mit Spannung in die Zukunft blicken. Der Zukunfts-Campus hat schon jetzt sein Potenzial als Veranstaltungsort unter Beweis gestellt“, zeigt sich auch Thomas Welser, stellvertretender Obmann der Zukunftsakademie Mostviertel, mehr als zufrieden.

Die Ausstellung „Wirkungswechsel“ wurde im Rahmen des LEADER-Projekts „Zukunftsregion Eisenstraße“ aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes NÖ kofinanziert.