Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 16. April 2018, 16:03

von Christa Hochpöchler

„Wirkungswechsel“ im ehemaligen Bene-Areal. „Es ist nicht der erste Standort dieser Ausstellung, aber ein ganz besonderer!“, freute sich Thomas Welser bei der Eröffnung der interaktiven Wanderausstellung im ehemaligen Bene-Areal, die vom ScienceCenter-Netzwerk konzipiert wurde.

Der Zukunfts-Campus wird auf dem derzeit noch brachliegenden Gebäude realisiert werden. Der Zukunftscampus soll künftig die Technologieentwicklung und den Innovationsgeist der Region ansprechen. Nicht zufällig wurde der Termin für die Eröffnung in der „Langen Nacht der Forschung“ gewählt, was für Waidhofen eine Premiere war, denn erstmals begeisterte die „Lange Nacht der Forschung“ das Publikum in der Ybbs-Metropole.

Die Zukunftsakademie Mostviertel gemeinsam mit der Stadt Waidhofen an der Ybbs und die LEADER-Region Eisenstrasse organisierten die Mitmachausstellung „Wirkungswechsel“. Genau über diese Wechselwirkungen in Natur, Technik und Alltag sprach Gastredner und Mathematiker Rudolf Taschner. Allerdings spannte er dabei humorvoll den Bogen zwischen Antike und digitalem Zeitalter. Wobei er spannenden Fragen nachging, warum zum Beispiel Archimedes nicht den Webstuhl erfunden hatte, obwohl er das sicher gekonnt hätte.

Bürgermeister Werner Krammer sprach über die ganze Bandbreite von Möglichkeiten im geplanten Zukunftscampus, und Kabarettist Wolf Gruber bewies, dass Forschung und Humor sehr gut miteinander harmonieren.

Nach der Eröffnung verteilten sich die rund 400 Besucher auf die 20 Mitmach-Stationen. Zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wurden Zusammenhänge erfahrbar, die durch wechselseitige Beeinflussung entstehen. Lange Schlangen bildeten sich vor der Station, wo man sich spielerisch mit der statistischen Lebenserwartung auseinandersetzen konnte.

So konnten Besucher erfahren, was wäre wenn sie nicht in Österreich, sondern in Somalia geboren wären. Spielerisch konnte man beobachten, welche Auswirkungen einwandernde Arten auf bestehende Ökosysteme haben. Man erfährt aber auch ob schlechte Laune ansteckend ist, und was passiert, wenn 12 schwingende Metronome von Besuchern in Schwung gebracht werden.

Forschend und experimentell waren auch die Schüler der Tourismusschule Weyer. Sie mixten köstlich bunte „Forschungs-Cocktails“.

Die Besichtigung der sehenswerten Ausstellung ist für Gruppen nach Voranmeldung möglich, Tel.: 07472/65510-3123.