Waidhofner Wienerlieder Termin & Info. Wer bei Kasperl und Petzi immer noch an Zipfelmütze und Kuschelbären denkt, ist von gestern. Der Kasperl und der Petzi machen jetzt Musik. Zu hören sind sie am Sonntag.

Von Laura Aigner. Erstellt am 23. Dezember 2016 (05:17)
Laura Aigner
Seit August machen Matthias Bramauer und Franz Hopfgartner gemeinsam Musik. Für 2017 planen sie, ihr Debütalbum „Senf und Kren“ zu veröffentlichen. Am kommenden Sonntag spielen sie ihren ersten offiziellen Gig.

Es war ursprünglich nur eine spontane Idee. „Der Franz so: He, schreiben ma a Wienerliad! Und ich so: Jo passt“, beschreibt Matthias Bramauer die Geburtsstunde des musikalischen Zweiergespanns Kasperl und Petzi.

Gemeinsam mit Franz Hopfgartner verbirgt sich Bramauer nun hinter dem Namen der zwei Kinderhelden. Beide Musiker sind aus diversen anderen musikalischen Projekten bekannt. Ersteren kennt man als Gitarristen und Pianisten der Skeaters oder von The Futura Social Club, während der zweite als Teil des Drum-and-Bass-DJ-Duos Braqsta hinter den Turn tables steht.

Kecke Formulierungen und blöder Schmäh

Seit August dieses Jahres machen die beiden Freunde nun auch gemeinsam Musik. Aus dem Einfall, ein Wienerlied zu schreiben, entstanden sechs weitere Songs und ein Name, den man so schnell nicht vergisst. Unter welchem Künstlernamen sie ihre Musik öffentlich machen würden, war für beide von Anfang an klar. „Ich hab den Franz ja schon länger Kasperl genannt, weil er halt einer ist“, so Matthias. „Und er schaut halt aus wie der Petzi“, fügt Sänger Franz grinsend hinzu.

Kecke Formulierungen und blöder Schmäh sind es auch, was ihre selbst geschriebenen Texte ausmacht. Zum größten Teil stammen diese von Franz, während Matthias für die musikalische Untermalung zuständig ist. Die beschwingten Melodien auf Klavier oder Gitarre und die manchmal derben, aber amüsanten Dialektausdrücke erinnern dabei stark an bekannte Wiener Interpreten.

Ode an Würstelstand und Dönerking

„Die ersten Texte sind zu einer Zeit entstanden, in denen ich enorm viel Voodoo Jürgens und Nino aus Wien gehört habe“, erklärt Franz. „Unsere Musik ist ihrer ähnlich, aber es ist schwer, sie genau einzuordnen. Die Bezeichnung ‚Wienerlieder‘ stimmt auch nicht ganz. Wir schreiben viel über Wien, aber wir sind halt keine Wiener.“ Wien ist aber ein immer wiederkehrendes Motiv in ihren Songs. Lieder wie „Ode an den Gürtel“, „Ottakring“ oder „Senf und Kren“ sind eine Hommage an die Hauptstadt und ihre Würstelstände, Dönerkings und versifften Bars. „Wenn wir ein Lied schreiben, dann eigentlich immer über ein Thema, das wir gerade lustig finden. Egal, wie deppert es ist.“

Den Spaß, den die beiden beim Schreiben und auch beim Performen ihrer Musik haben, geht auch auf ihr Publikum über und verleitet zum Schmunzeln, Mitsingen und Mitwippen.

Für 2017 planen die beiden, ein Debütalbum zu veröffentlichen, Marke Eigenbau. Schließlich geht es immer noch um die Freude am Schaffen und nicht um Perfektion. Wer Kasperl und Petzi live hören möchte, bekommt dazu am 25. Dezember bei der Veranstaltungsreihe „WY NOT“ des Kulturvereins Förderband die Möglichkeit. Im Weinkeller des Restaurants WYNO werden ab 21 Uhr lokale Musiker ihre Songs zum Besten geben. Mit dabei sind auch der Waidhofner Singer-Songwriter Christoph Karrer alias Caramel und das Akustiktrio Riverside.