Waidhofen/Ybbs: Die liebsten Lagerfeuer-Lieder. Mit The Riversides covern sich drei Mitglieder der Blues-Rock-Band Eastwood Haze durch die Musikgeschichte.

Von Ulrich Musa-Rois. Erstellt am 27. Juni 2021 (07:18)
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Max Thalhammer, Florian Fangmeyer und Moritz Schwödiauer (von links) spielen als The Riversides ihre liebsten Lagerfeuer-Lieder.
The Riverside

The Riversides nennt sich das Akustik-Projekt der drei Eastwood-Haze-Mitglieder Moritz Schwödiauer, Florian Fangmeyer und Max Thalhammer. Die Idee dafür entstand während der Aufnahmen zum ersten Eastwood-Haze-Album „Common Dedication“ in Tirol.

„Wir haben während der Zeit auch einen Auftritt in dem Ort, wo wir aufgenommen haben, ausgemacht“, erinnert sich Thalhammer. „Wir konnten die Veranstaltung aber dann nicht machen, weil unser Sänger zu dem Zeitpunkt gerade mit dem Recording sehr beschäftigt war und seine Stimme zu wichtig war, sodass wir gesagt haben, es ist besser, er singt nicht bei dem Auftritt und wir sagen das ab.“

Band entstand wegen spontanem Konzert

Da der Veranstalter aber meinte, er habe bereits viel Werbung gemacht und würde Publikum erwarten, boten ihm die drei Eastwood-Haze-Mitglieder an, dass sie ein Programm mit ihren liebsten Lagerfeuer-Liedern spielen könnten, etwas, das die Musiker auch gerne bei Ausflügen an die Ybbs machten. Der Veranstalter war mit der Idee einverstanden: Das spontane Konzert kam beim Publikum an und so entstand eine neue Band.

Die beiden Eastwood-Haze-Gitarristen Schwödiauer und Fangmeyer spielen auch in dieser Formation Gitarren, allerdings akustische statt elektrischer, Schwödiauer verwendet zudem oft eine Resonator-Gitarre. Thalhammer, der bei Eastwood Haze das Schlagzeug bedient, konzentriert sich beim Akustik-Trio bisher gänzlich auf den Gesang, hat aber in den letzten Monaten begonnen, Gitarre zu lernen, was künftig auch in den Bandsound eingebaut werden soll. Zudem singen die beiden Gitarristen bei diesem Projekt, oft gibt es mehrstimmige Gesangsarrangements.

„Man sitzt zusammen, spielt das, was man kann, und hat eine gute Zeit dabei.“ Florian Fangmayer

Das Repertoire der Gruppe besteht aus Coversongs, unter anderem von Neil Young, Elvis, Bob Dylan und den Beatles. Die Auswahl der Coversongs bei dem ersten, spontanen Auftritt der Band erfolgte ganz pragmatisch, wie sich Schwödiauer erinnert: „Wir konnten eigentlich alle ein paar Songs spielen und auch einigermaßen singen und im Endeffekt haben wir uns diese Songs dann einfach zu dritt ausgecheckt.“

Auch die Namensfindung gestaltete sich bei dem neuen Projekt sehr simpel. „Wir sind im Proberaum von Eastwood Haze gesessen, der direkt an der Ybbs liegt, und haben überlegt“, erzählt Fangmeyer. „Dann haben wir beim Fenster rausgeschaut und gesagt: The Riversides. Alle haben gemeint, dass das passt.“

Erste Lokale in Waidhofen

Die ersten Auftritte der Band fanden in diversen Lokalen in Waidhofen statt, aber auch auf Privatkonzerten, Firmenfeiern und bei anderen Anlässen war die Gruppe bereits oft zu hören. Für die nahe Zukunft ist auch eine Kooperation mit einem Freund der Band geplant, der einen Ausschankwagen für Veranstaltungen vermietet. Es soll dann Paketangebote geben, bei denen man The Riversides als musikalische Untermalung gemeinsam mit dem Wagen buchen kann.

Diese Flexibilität, auf einer breiten Palette an unterschiedlichen Veranstaltungen auftreten zu können, liegt der Gruppe auch sehr am Herzen, wie Thalhammer betont: „Was uns extrem gut gefällt, ist halt das Booking. Das ist für so ein kleines Trio sehr flexibel. Wir brauchen wenig Platz. Wir können leise und laut spielen. Das ist wirklich in fast jeder Location möglich.“

Die Bandmitglieder betonen jedoch auch alle, dass bei diesem Projekt der Spaß an der Sache und das unkomplizierte, gemeinsame Musizieren für sie an vorderster Stelle stehen. Die kreative Energie für eigene Lieder und Albumaufnahmen wollen sie weiterhin auf Eastwood Haze konzentrieren – die Riversides sollen ein reines Cover-Projekt bleiben. „Man sitzt zusammen, spielt das, was man kann, und hat eine gute Zeit dabei“, sagt Fangmeyer. „Und man versucht, diese Freude dem Publikum zu übermitteln.“