Nächste Sanierungs-Etappe in Sonntagberg steht an. In der nächsten Restaurierungsetappe sollen die Grabkapelle und das Querhaus in der Basilika saniert werden. 500.000 Euro sollen für sechste Etappe aufgewendet werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. März 2020 (05:21)

Das Querhaus mit Vierung und die heilige Grabkapelle – diese beiden Bereiche stehen in der kommenden Restaurierungsetappe der Basilika Sonntagberg am Plan. Dafür sollen rund 500.000 Euro aufgewendet werden, das beschloss das Kuratorium in seiner letzten Sitzung am 11. März.

Die Befundung zur Innenrestaurierung der Basilika Sonntagberg wurde bereits durchgeführt. Demnächst soll mit den Arbeiten im Querhaus und der Grabkapelle begonnen werden.
NÖN/Stift Seitenstetten/Pfarre Sonntagberg

Mit dieser Sitzung wurde die mittlerweile sechste Restaurierungsetappe eingeläutet und Bilanz über die fünfte Etappe gezogen. Seit 2015 wird das Gotteshaus am Sonntagberg rundumsaniert.

Insgesamt sollen die Arbeiten zehn Jahre dauern, wobei nicht nur die Basilika selbst innen und außen, sondern auch die Kunstschätze der Kirche und der Schatzkammer sowie der „Türkenbrunnen“ saniert werden sollen. Die Gesamtkosten werden auf rund 4,5 Millionen Euro geschätzt, mit Ende der fünften Etappe im Vorjahr wurden bereits über 2,1 Millionen Euro plangemäß verwendet.

Außenfassade in fünfter Etappe saniert

Begleitet wird die Sanierung von einem Kuratorium, in dem das Land NÖ, die Diözese St. Pölten, das Bundeskanzler- und das Bundesdenkmalamt, die Pfarre und die Gemeinde Sonntagberg sowie das Stift Seitenstetten vertreten sind. Dieses bringt Fachkenntnis in das Projekt ein, wacht über die Restaurierungsarbeiten und beschließt deren Finanzierung.

Über den bisherigen Fortschritt der Restaurierung zog das Kuratorium am Mittwoch eine äußerst zufriedene Bilanz: „Mit der umfassenden Renovierung der stark exponierten Außenfassade wurde wieder ein wichtiger Schritt zur Erhaltung des wertvollen Baujuwels gesetzt“, sagt die Vorsitzende des Kuratoriums, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Diözesanbischof und Kuratoriumsvorsitzender Alois Schwarz unterstrich die Bedeutung des Mostviertler Wahrzeichens: „Die Basilika am Sonntagberg ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht und damit dem Kern unseres religiösen Bekenntnisses. Seit jeher gehört der Sonntagberg zu den wichtigsten Wallfahrtsorten Mitteleuropas.“

„Die Basilika ist dem Kern unseres religiösen Bekenntnisses geweiht und gehört seit jeher zu den wichtigsten Wallfahrtsorten Mitteleuropas.“Diözesanbischof Alois Schwarz

Den Großteil der Finanzierung des Revitalisierungsprojektes übernimmt das Benediktinerstift Seitenstetten. Große Unterstützung erfährt es unter anderem aus der Zivilbevölkerung, von Unternehmen und Organisationen, die sich zum Verein „Basilika Sonntagberg“, der auf Initiative von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hin gegründet wurde, zusammengeschlossen haben.

Im Zentrum der Maßnahmen des Vereins stehen Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen wieder allen ins Bewusstsein rufen, dass der Sonntagberg ein einzigartiger Kraftort ist, der symbolisch für die Bedeutung unserer Wurzeln steht“, sagt Sobotka. Und der Abt des Stifts Seitenstetten ergänzt: „Der Sonntagberg ist ein besonderer Ort: Wallfahrtsort, Ausflugsziel, ein Treffpunkt für Kunstinteressierte – vor allem aber ist er Identitätsstifter.“

Dass dies auch von der Bevölkerung so gesehen wird, bestätigt der merkbare Anstieg an Besucherzahlen, von dem Pater Franz Hörmann berichtet. „Wir leben in einer Zeit, wo Spiritualität wieder gesucht wird“, meint er.