Ybbstaler Skigebiete rücken zusammen. Forsteralm und Königsberg wollen am 8. Dezember mit moderner Beschneiung und Kombi-Saisonkarte Liftbetrieb starten.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 29. November 2017 (05:00)
Kössl
Forsteralm-Geschäftsführer Manfred Großberger, Bürgermeister Günther Kellnreitner (Gaflenz), Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger, Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer (Hollenstein), Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen) und Königsberg-Geschäftsführer Herbert Zebenholzer (v.l.) stellten die neue Kombi-Saisonkarte im Waidhofner Rathaus vor.

Am Freitag, 8. Dezember, soll die Skisaison im Ybbstal starten. Sofern es die Witterung zulässt, wollen sowohl Forster alm als auch Königsberg den Liftbetrieb an diesem Wochenende aufnehmen.

Forsteralm: Beschneiungsanlage betriebsbereit

Auf der Forsteralm ist die neue Beschneiungsanlage mittlerweile betriebsbereit. „Wir sind im Zeit- und im Finanzplan“, berichtet Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger. 466.560 Euro wurden für dieses Projekt via Crowdfunding aufgebracht, der Restbetrag kommt von den Ländern Ober- und Niederösterreich. Insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Euro investiert. Innerhalb von 72 Stunden kann die Forsteralm ab nun bis zur Bergstation des Sessellifts schon bei Temperaturen von minus ein Grad mit einer Kunstschneedecke überzogen werden.

Auch am Königsberg wurde die Beschneiungstechnik optimiert. Durch drei neue Schneekanonen soll dem Skivergnügen in Hollenstein nun bereits bei minus zwei Grad nichts mehr im Wege stehen. Aus wirtschaftlicher Sicht sei wichtig, dass die Lifte über die Weihnachtsfeiertage fahren, sind sich die Geschäftsführer beider Skigebiete, Manfred Großberger (Forster alm) und Herbert Zebenholzer (Königsberg) einig.

Kooperieren werden die beiden laut Fachzeitschrift „Konsument“ günstigsten Skigebiete Nieder- bzw. Oberösterreichs heuer mit einer gemeinsamen Saisonkarte, die auf der Forsteralm und am Königsberg gültig ist. „Sowohl Forsteralm als auch Königsberg sind ganz wichtige Nahversorgerskigebiete, die wir unterstützen, weil sie Familienskigebiete sind – auch hinsichtlich der Preisgestaltung“, hält Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP) fest. „Forsteralm und Königsberg haben ein ähnliches Angebot“, meint Hollensteins Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer (SPÖ). „Beide sind Zulieferer für die großen Skigebiete.“

Zwischen 70.000 und 80.000 Skisportler

Zwischen 70.000 und 80.000 Gäste zählte man zuletzt gemeinsam in beiden Skigebieten pro Saison. Für Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger ist klar, dass von dieser Kooperation beide Skigebiete profitieren werden. „Für die Skifahrer verdoppelt sich dadurch das Angebot“, sagt er. „Gerade für Familien ist die neue Kombi-Saisonkarte deshalb äußerst interessant.“

Im Vergleich zu einer Saisonkarte im jeweiligen Skigebiet ist die neue Kombi-Saisonkarte nur unwesentlich teurer. Für einen Erwachsenen kostet sie 320 Euro, für eine Familie 590 Euro. Zum Vergleich: Die Saisonkarte für einen Erwachsenen kostet am Königsberg 265 Euro und auf der Forsteralm 290 Euro.

Während man in den Skigebieten nun den Saisonstart vorbereitet, wird in Gaflenz an der Ganzjahresnutzung für die Forsteralm gefeilt. Zwei Workshops fanden dazu bereits statt.

Ende November soll feststehen, in welche Richtung man geht, sagt der Gaflenzer Bürgermeister Günther Kellnreitner (ÖVP) und der Waidhofner Stadtchef Krammer hält fest: „Klar ist, dass dadurch keine Konkurrenzsituationen zum Buchenberg und zum Königsberg entstehen dürfen.“

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