Projekt „Nikolostadt Waidhofen“ angelaufen

Erstellt am 27. November 2022 | 12:49
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8529257_ybb47wai_nikolostadt_waidhofen1.jpg
Wie schon im Vorjahr wird es während der Nikolotage auch heuer wieder einige Besuche von Nikoläusen an verschiedenen Orten in Waidhofen geben. Unter anderem kommt der Nikolo auf Schlittschuhen und hoch zu Ross.
Foto: Fritz Bachner
Projekt „Nikolostadt Waidhofen“ möchte in der Vorweihnachtszeit auf die Verbindungen der Stadt zum hl. Nikolaus hinweisen.
Werbung

Das vom Kulturkreis Freisingerberg ins Leben gerufene Projekt „Nikolostadt Waidhofen“ geht heuer bereits in seine dritte Runde. Wie auch schon in den vergangenen Jahren soll damit auf die vielfältigen Verbindungen zwischen dem hl. Nikolaus und der Statutarstadt hingewiesen werden.

Nachdem die Pandemie 2020 die Hausbesuche der Nikoläuse verhinderte, entschloss man sich beim Kulturkreis Freisingerberg kurzfristig dazu, den Nikolaus in einem digitalen Format mittels Videos und Blog-Posts zu den Kindern kommen zu lassen. 2021 wurde dann bereits im Sommer mit den Vorbereitungsarbeiten für die Nikolowochen begonnen, was auch einiges mediales Interesse nach sich zog. Ende November und Anfang Dezember fanden dann verschiedene Aktionen in Waidhofen statt, die in einer „Nikolausmesse“ mit Stadtpfarrer Herbert Döller ihren Abschluss fanden.

Auch heuer wird es wieder einige Aktionen geben, die auf die Bedeutung des Nikolaus hinweisen sollen. Den Beginn macht diesmal ein Besuch des Kulturkreises Freisingerberg bei dem internationalen Nikolaustreffen in Missen, im deutschen Allgäu. „Die Veranstalter sind über das Internet auf unsere Aktivitäten aufmerksam geworden und haben uns kontaktiert“, erzählt Karl Piaty vom Kulturkreis Freisingerberg. Das Nikolaustreffen in Missen feiert heuer sein zehnjähriges Jubiläum. Teilnehmende Gruppen aus sieben europäischen Ländern werden dort ihre lokale Nikolaustradition vorstellen. Der Kulturkreis Freisingerberg wird dort Österreich vertreten und sich dabei auf eine einzigartige Nikolausdarstellung beziehen, die in der Pfarrkirche Konradsheim zu finden ist. Im Schrein des 1900 von Josef Rifesser geschaffenen Hochalters ist der hl. Nikolaus nicht wie sonst üblich mit drei goldenen Kugeln, sondern mit Äpfeln und Birnen abgebildet. „Wir werden dann auch die goldenen Birnen in Deutschland he rumtragen“, erzählt Piaty.

Zahlreiche Darstellungen in Waidhofner Kirchen

Wie in Konradsheim ist der hl. Nikolaus auch in Windhag der Schutzpatron der Pfarre. Auch dort findet sich eine Nikolaus-Darstellung am Hochalter der Pfarrkirche. In der Waidhofner Stadtpfarrkirche ist der hl. Nikolaus auf dem rechten oberen Außenflügel des um 1500 entstandenen gotischen Flügelaltars abgebildet. Weitere Darstellungen befinden sich in der Seitenkapelle der Franziskuskirche in Waidhofen sowie im 5-Elemente-Museum im Schloss Rothschild.

„Das Projekt ,Nikolostadt Waidhofen‘ soll auch eine Rückbesinnung auf die eigentliche Bedeutung des hl. Nikolaus sein. Das wichtigste Ereignis ist deshalb auch die spezielle Nikolomesse mit Stadtpfarrer Döller am 4. Dezember“, meint Piaty. „Die Leute sollen mit den Kindern dorthin kommen und auch die Kirchen besichtigen.“ Außerdem stehen bisher Nikolobesuche am Eislaufplatz, in der Ybbstaler Bergbauernstube über der Konditorei Piaty und beim Autohaus Lietz sowie ein Nikolausreiten mit dem Union Pferdesportverein Waidhofen auf dem Programm. In einigen Auslagen in der Innenstadt werden Nikolausbilder aus dem Vorjahr ausgestellt sein.

Weiterlesen nach der Werbung