Requiem im Livestream: Trauern in der Coronakrise. Bestattung Aigner bietet Videostreams von Trauerfeiern. Aufzeichnungen erfolgen sowohl in der Kirche als auch am Friedhof.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Mai 2020 (04:32)
Matthias Wagner (FALKEmedia), Christopher Benjamin Aigner (Bestattung Aigner) und Stadtpfarrer Herbert Döller (von links) führten bereits einige Testläufe der Livestreams in der Stadtpfarrkirche durch
FALKEmedia

Ab sofort können Trauernde der Bestattung ihrer verstorbenen Angehörigen wieder beiwohnen – wenn auch auf ungewohnte Art und Weise.

Aufgrund der Coronakrise dürfen Trauerfeiern derzeit nur im kleinsten Kreis abgehalten werden. Um es Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten, die nicht zu diesem engsten Kreis gehören, dennoch zu ermöglichen, den Verstorbenen am letzten Weg zu begleiten, bietet die Bestattung Aigner in Kooperation mit der Marketingagentur FALKEmedia nun Livestreams der Trauerfeiern an.

Sowohl die Trauerfeier in der Kirche als auch die Bestattung am Friedhof kann ab sofort in Bild und Ton via Videostream mitverfolgt werden. Dabei wird auf Datenschutz und Diskretion großer Wert gelegt: Die Trauerfamilie kann eigenständig entscheiden, wer am Stream teilnehmen darf, indem sie den Einladungslink gezielt an Trauergäste ausschickt. Das Videoequipment wird so aufgebaut, dass es die Anwesenden in keiner Weise stört. Eine Übertragung ist von jedem Friedhof und jeder Kirche aus möglich. Bei Bedarf können auch Aufzeichnungen der Feier an die Familie übermittelt werden.

„Wir sind uns bewusst, dass diese Lösung eine persönliche Verabschiedung natürlich nicht komplett ersetzen kann. Aber die Trauernden können so zumindest am Begräbnis Anteil nehmen, was den Trauerprozess positiv unterstützt“, sagt Firmenchef Christopher Benjamin Aigner. Auch Dechant Pfarrer Herbert Döller begrüßt diese Lösung, da nun auch ältere Personen beziehungsweise Personen aus Risikogruppen den Trauergottesdienst, wenn auch nur aus der Ferne, mitfeiern können.