Einwohner in Waidhofen wurden weniger. 11.225 Personen zählte man Anfang 2020 in Waidhofen, um 36 weniger als das Jahr davor.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 20. Februar 2020 (04:32)
Seit 2017 sinken die Einwohnerzahlen in Waidhofen wieder. So auch im vergangenen Jahr: Waren Anfang 2019 in der Statutarstadt noch 11.261 Personen gemeldet, sind es mit Anfang 2020 nur mehr 11.225.
NÖN

Die Bevölkerungszahlen in der Stadt Waidhofen gehen weiter zurück. Waren im Jahr 2002 in der Statutarstadt noch 11.664 Personen gemeldet, so sind es mit Anfang 2020 nur mehr 11.225. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 0,32 Prozent (36 Einwohner). Im Jahr davor betrug der Rückgang 0,63 Prozent (71 Personen).

Von 2002 bis 2005 stiegen die Einwohnerzahlen in Waidhofen an. Den Höchststand verzeichnete man 2005 mit 11.803 Einwohnern. Dann ging es aber stetig bergab. Nur in den Jahren 2015 und 2016 stieg die Einwohnerzahl um 58 bzw. 29 Personen wieder an. Der Rückgang der Einwohnerzahlen danach habe mit der Zahl der Asylwerber zu tun, führt Bürgermeister Werner Krammer aus. „Ich möchte aber nichts beschönigen. Wir haben Wachstum als unser Ziel ausgegeben. Das haben wir die letzten Jahre bei der Bevölkerungszahl nicht erreicht.“ Um dieses Wachstum doch noch zu erreichen, erachtet Waidhofens Stadtchef die Verdichtung des Stadtzentrums mit Wohnprojekten am Bene-Areal und in weiterer Folge am Kinoparkplatz und am Standort des derzeitigen Bauhofs in der Hammergasse als zielführend.

Wachstum könne nur durch ein attraktives Wohnungsangebot funktionieren, ist Krammer überzeugt. Dabei dürfe aber auch auf die Dörfer nicht vergessen werden. Nach Siedlungserweiterungen in St. Leonhard/Walde, Konradsheim und St. Georgen/Klaus gelte es nun, die Siedlung in Windhag zu erweitern, führt der Stadtchef aus. „Die Nachfrage ist da. Wenn wir dieser nicht nachkommen können, gehen die Leute woanders hin. Das gilt es zu verhindern.“

Schmerzlich ist der Bevölkerungsrückgang für die Stadt ebenso wie für alle anderen Gemeinden auch finanziell. Die Einnahmen aus den Ertragsanteilen des Bundes werden dadurch nämlich weniger. Bei dem Bevölkerungsminus in Waidhofen zwischen 2005 und 2020 sind das für die Stadt Mindereinnahmen von rund 500.000 Euro. „Das ist schon substanziell“, sagt Krammer.