Coronavirus: Lage nach wie vor ernst. 1.400 Personen waren am Montag im Bezirk Amstetten mit dem Coronavirus infiziert. Entwicklung in Ybbstalgemeinden unterschiedlich. Starker Anstieg in Hollenstein.

Von Hermann Knapp und Andreas Kössl. Erstellt am 24. November 2020 (14:18)
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Genau 1.400 aktiv infizierte Personen meldete die Bezirkshauptmannschaft Montagmittag. 3.594 Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Absonderung. Von einer Entspannung der Lage kann also nach wie vor keine Rede sein. Die 7-Tage-Inzidenz (laborbestätigte Fälle pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage) lag im Bezirk am Montag bei 721,8 und damit deutlich höher als in den meisten anderen Regionen des Landes mit Ausnahme des Bezirks Scheibbs mit 852,4.

„Bei uns ist da auch der Einfluss des oberösterreichischen Raumes zu spüren, wo es ja viele Infektionen gibt, und es hat sicher das Allerheiligen-Wochenende nachgewirkt, an dem es offenbar vermehrt zu Ansteckungen gekommen ist“, sagt Bezirkshauptfraustellvertreter Markus Peham. „Am Wochenende haben sich die Zahlen aber stabilisiert. Bis wir allerdings den harten Lockdown spüren, wird es wohl noch bis zum kommenden Wochenende dauern.“

Angespannt ist nach wie vor die Lage im Landesklinikum Amstetten. 53 Coronapatienten werden dort derzeit betreut, 13 davon liegen auf der Intensivstation. Vier mit Covid-19 infizierte Menschen sind in der Vorwoche im Landesklinikum verstorben.

Rückgänge in Kematen und Sonntagberg

Unterschiedlich ist die Entwicklung der Covid-19-Infektionen in den Ybbstalgemeinden. In Kematen hielt man am Montag bei 23 aktiven Covid-19-Infektionen. Das sind um zwei weniger als noch am Freitag. In Sonntagberg wurden am Montag 34 infizierte Personen gezählt, um vier weniger als am Freitag.

In Allhartsberg hielt man am Samstag bei 32 positiv auf das Virus getesteten Personen, am Freitag waren es noch 29. 75 bestätigte Fälle gibt es in der Gemeinde seit Pandemiebeginn.

In Ybbsitz waren am Montag 25 Personen an Covid-19 erkrankt, 20 waren es noch am Freitag. Seit Montag der Vorwoche kamen 15 bestätigte Fälle hinzu, über das doppelte, nämlich 31, sind im selben Zeitraum jedoch wieder genesen.

In Opponitz galten am Montag, wie vor einer Woche, zwei Personen als infiziert. Insgesamt wurden in der Gemeinde seit Pandemiebeginn 15 Personen positiv auf das Virus getestet. Sieben neue bestätigte Covid-Fälle gab es seit Montag der Vorwoche in St. Georgen/Reith. Acht Personen sind derzeit positiv. Seit Pandemiebeginn im März hält man nun bei 14 bestätigten Fällen.

Einen starken Anstieg bei den Infektionen gab es über das Wochenende in Hollenstein. 25 aktive Fälle wurden am Montag in der Gemeinde gezählt. Am Freitag waren es noch 13. Seit Montag der Vorwoche kamen 18 neue bestätigte Fälle hinzu. Drei gelten seit Montag der Vorwoche als wieder genesen. Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer appellierte auf Facebook an die Bevölkerung, die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktreduktionen ernst zu nehmen, Mund-Nasen-Schutz zu tragen, Hygienemaßnahmen zu befolgen, Abstand zu halten und mit Krankheitssymptomen zuhause zu bleiben.