Erpel mit versengtem Gefieder entdeckt: Tierquälerei?. Erpel schwer verletzt gefunden. Tierschützer vermuten vorsätzliche Tat.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. Juli 2020 (03:57)
„Henry“ wurde im Juni mit angesengten Federn und Augenlidern gefunden. Mittlerweile befindet sich der Erpel auf dem Weg der Besserung.
TSV Ybbstal

Ein Fall mutmaßlicher Tierquälerei wurde vor Kurzem dem Tierschutzverein Ybbstal bekannt. Eine Spaziergängerin barg bereits Ende Juni einen verletzten Erpel in Biberbach und verständigte die Ybbstaler Tierschützer.

Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierschutzvereins machte sich mit dem Tier daraufhin sofort auf den Weg zum Tierarzt, der Verbrennungen am Kopf und unter den Flügeln feststellte. Das Gefieder des Erpels war angesengt und verbrannt und auch die Augenlider waren versengt, weshalb das Tier seine Augen nicht schließen konnte. Davon nicht genug, litt das Tier auch noch an einem Darmvorfall – vermutlich ausgelöst durch den Stress und die Todesangst, die es erleiden musste.

Der Erpel wurde tierärztlich behandelt und auf den Namen „Henry“ getauft. Durch die liebevolle Fürsorge der Tierschützer ist das Tier mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Der mutmaßliche Tatort: In diesem Teich beim Themenweg befinden sich Enten von derselben Art wie der gefundene Erpel.
TSV Ybbstal

Der Tierschutzverein stellte Nachforschungen zur Herkunft der Ente an. Passanten wiesen die Tierschützer darauf hin, dass Enten der gleichen Art wie Henry beim Teich am Themenweg in Biberbach leben, und äußerten die Vermutung, dass der Erpel dort von Jugendlichen gequält worden sein könnte. Einige Spaziergänger berichteten, beobachtet zu haben, dass Jugendliche ebendort Frösche mit einem Stock aufspießten. Außerdem seien bereits einige Enten aus dem Teich verschwunden.

Der Sachverhalt wurde bereits bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Der Tierschutzverein Ybbstal hofft außerdem auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.