Neues Schulangebot in Waidhofen an der Ybbs. Alternativpädagogische Ganztagesklasse ab kommendem Schuljahr im Kinder- und Jugendbetreuungszentrum Weyrer Straße.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:43)
Magistrat
HTL-Direktor Harald Rebhandl (l.) stellte den Leitern der anderen Waidhofner Bildungseinrichtungen und Bildungsstadträtin Nadja Koger (2.v.l.) das Leistungsspektrum seiner Schule vor.

Im vergangenen Jahr wurde von Bürgermeister Werner Krammer ein Nachdenkprozess über den Bildungsstandort Waidhofen gestartet. Den Auftakt für diesen „Bildungscluster Waidhofen“ bildete ein Schulgipfel, an dem die Vertreter sämtlicher Waidhofner Bildungseinrichtungen teilnahmen. Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops wurden dann der Istzustand erhoben, Verbesserungsvorschläge eingebracht und die nächsten Schritte für die Erreichung eines Sollzustandes festgelegt.

„Eine zukunftsfitte Stadt braucht ein flexibles und hochqualitatives Bildungsangebot“, sagte Krammer beim Auftakt. „Um wichtiges Know-how bestmöglich vermitteln zu können, muss sich ein Schulstandort ganz neuen Herausforderungen stellen und quer durch alle Sparten hinweg über bestehende Strukturen nachdenken.“

Um sich gegenseitig besser kennenzulernen und auszutauschen wurden regelmäßige Treffen für die Vertreter der Waidhofner Schulen und Kindergärten eingeführt. Kürzlich kam man in der HTL zusammen, wo Direktor Harald Rebhandl das Leistungsspektrum der Technikerschmiede präsentierte. „Gegenseitiger Austausch und ein regelmäßiger Kontakt sind wichtig, um Synergien bestmöglich nutzen zu können“, sagt Bildungsstadträtin Nadja Koger und berichtet von kleinen Verbesserungen, die bereits auf Schiene gebracht wurden.

Schwerpunktsetzung im Kindergartenbereich

So wurde etwa, um Schulveranstaltungen besser zu koordinieren, ein gemeinsamer Online-Kalender eingeführt. Daneben arbeite man derzeit an einer Schwerpunktsetzung im Kindergartenbereich. So sei etwa ein Waldkindergarten in Ausarbeitung. Aber auch im Pflichtschulbereich werde über Spezialisierungen nachgedacht, berichtet Koger. Ein neues alternativpädagogisches Angebot soll es bereits ab kommendem Schuljahr geben. So wird disloziert in den Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendbetreuungszentrums in der Weyrer Straße die sogenannte „Freiraum.Klasse“ starten. Dabei handelt es sich um eine Ganztagesklasse mit verschränktem Unterricht, die von der ersten Klasse Volksschule weg acht Schulstufen in altersgemischten Gruppen umfasst.

Informationen dazu gibt es am Dienstag, 22. Oktober, 18 Uhr bei einem Bildungsabend für Schulanfänger-Eltern im Seminarraum des Schulzentrums Plenkerstraße.