Aufräumungsarbeiten nach Felssturz starten. Sanierung der abgebrochenen Straße in Böhlerwerk startet Ende Oktober. Konzept sieht Felsabtrag und Wandsicherung vor.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 28. September 2017 (05:00)
Kössl
Anfang Juni krachte die Straße in Böhlerwerk plötzlich zur Ybbs hinab. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt.

Wie aus heiterem Himmel brach am 6. Juni dieses Jahres gegenüber den Körnerhöfen in Böhlerwerk ein etwa 100 Meter langes Stück der LH 88 samt der darauf befindlichen Bushaltestelle zur Ybbs hinab. Die Fels- und Erdmassen kamen auf der Zufahrtsstraße zum Kraftwerk der Firma voestalpine zu liegen.

Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Geologen des Landes NÖ untersuchten den Abbruch und kamen zu der Erkenntnis, dass die Wohnhäuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite sicher seien.

Sanierungskonzept liegt vor

Seit dem Felssturz ist die LH 88 auf dem Abschnitt lediglich von Seitenstetten Richtung Waidhofen als Einbahn einspurig befahrbar. Seit vergangener Woche liegt nun auch ein Sanierungskonzept für den Straßenabschnitt vor, welches auf einer geologisch-geotechnischen Stellungnahme eines technischen Büros für Geologie aufbaut.

Dieses Konzept sieht den Felsabtrag zwecks Profilierung der noch vorhandenen Überhänge, die Herstellung einer aktiven Wandsicherung durch eine vernagelte Spritzbetonschale sowie die Räumung der abgestürzten Fels- und Lockergesteinsmassen vor. Baubeginn ist für Ende Oktober vorgesehen.