Ein Schildermeer fürs Klima. Böhlerwerk: Mit Streikschildern forderten Aktivisten die Regierung auf, Rettungsgelder klimagerecht zu investieren.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 03. Juni 2020 (04:23)

Über ganz Österreich erstreckte sich am vergangenen Freitag ein Meer aus Klimaschildern. Die Initiative „Fridays for Future“ rief einmal mehr dazu auf, für einen effektiven Klimaschutz – auch in Coronazeiten – einzutreten.

Bei dieser Aktion mit dabei war auch eine Aktivistengruppe aus Böhlerwerk. Dort sammelten die Aktivisten Streikschilder, die dann zu einem großen Schilderteppich im Turnsaal der Volksschule Böhlerwerk aufgelegt wurden – natürlich unter Einhaltung aller derzeit geltenden Sicherheitsbestimmungen. Von diesem Schilderteppich wurden Fotos gemacht, die in weiterer Folge an die Regierungsmitglieder geschickt werden sollen.

Ziel der Aktion war es, darauf hinzuweisen, dass „Klimaschutz auch in Zeiten der Pandemie nicht vergessen werden darf“, sagt Martina Schauer, die das Schildermeer in Böhlerwerk gemeinsam mit Klara Reichartzeder und Marianne Schallauer organisierte. „Die Regierung nimmt gerade 38 Milliarden Euro in die Hand, um die Wirtschaft nach der Krise wieder aufzubauen. Doch es macht keinen Sinn, die gleiche Form des Wirtschaftens im selben Ausmaß wiederherzustellen, wenn gerade die Möglichkeit besteht, sie nachhaltig und zukunftsfit zu gestalten.“

Die Streikschilder wurden in der Volksschule Böhlerwerk aufgelegt. Auch die Volksschüler selbst beteiligten sich an der Aktion mit eigenen Schildern und Zeichnungen.
Hofbauer

Konkret fordern die Aktivisten einen sogenannten „Klima-Corona-Deal“. Mit diesem soll sichergestellt werden, dass die „staatlichen Rettungsgelder intelligent und klimagerecht“ investiert werden, so die Forderung von „Fridays for Future“. „Es geht bei den Verteilungen der Gelder natürlich darum, den Menschen zu helfen, die aufgrund der Arbeitslosigkeit gerade am Rande der Existenz stehen“, sagt Klara Reichartzeder.

„Doch man muss auch weiterdenken und sicherstellen, dass nun Arbeitsplätze geschaffen werden, die auch in der Zukunft Sinn machen. Investitionen in fossile Konzerne, die eigentlich schon Vergangenheit sein müssten, können wir uns einfach nicht mehr leisten.“ Die Konjunkturpakete, die derzeit geschnürt werden, müssen klimagerecht sein, so die Forderung der Aktivisten. „Diese haben nämlich sowohl Einfluss auf unsere als auch auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder“, sagt Marianne Schallauer.