Glasfaser für das Ybbstal: Anschluss an den Daten-Highway

Erstellt am 06. Juli 2022 | 06:05
Lesezeit: 3 Min
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Matthias Repper, Johann Lueger (Opponitz), Andreas Hanger, Anton Kasser, Josef Pöchhacker (St. Georgen/Reith), Werner Krammer (Waidhofen), Manuela Zebenholzer (Hollenstein), Gerhard Lueger (Ybbsitz) und Josef Schachner (Lunz) (von links) beim Pressegespräch in Windhag.
Foto: Kössl
2.000 Haushalte aus sieben Gemeinden bekommen bis 2025 schnelles Internet.
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Im Jahr 2016 wurde das Ybbstal zur Pilotregion für den Breitbandausbau erklärt und für die Umsetzung die Landesgesellschaft nöGIG gegründet. Bis Ende 2018 wollte man das gesamte Ybbstal mit schnellem Internet versorgt haben. Das ging sich nicht aus, rund 2.000 Liegenschaften blieb der Anschluss an den Daten-Highway verwehrt. Um den flächendeckenden Glasfaserausbau in Waidhofen, Ybbsitz, Hollenstein, Opponitz, St. Georgen/Reith, Göstling und Lunz/See in naher Zukunft aber dennoch abschließen zu können, gründeten die sieben Gemeinden im Vorjahr die Glasfaser Ybbstal GmbH (GYG).

Am vergangenen Freitag luden nun GYG-Geschäftsführer Andreas Hanger und Projektmanager Matthias Repper gemeinsam mit den Ortschefs der sieben an der Gesellschaft beteiligten Gemeinden sowie Landtagsabgeordneten Anton Kasser zum Pressgespräch, um Bilanz zu ziehen und einen Ausblick zu geben.

Ursprünglich sollten im Zuge des Ybbstaler Pilotprojekts 9.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden. 5.000 wurden von der nöGIG und 2.000 in Waidhofen von der kabelplus GmbH angeschlossen. „Zum Ziel haben wir uns aber einen bedarfsgerechten, vollflächigen Ausbau bis 2025 gesetzt“, hielt GYG-Geschäftsführer Hanger fest. „Das heißt, alle Liegenschaften anzuschließen, welche damals eine Bestellung bei der nöGIG abgegeben haben.“

Verrohrung für 500 Liegenschaften erledigt

Im Herbst legte die GYG los, um im Auftrag der nöGIG in einer ersten Phase bis 2023 1.200 Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen. Im Frühjahr 2023 möchte man dann in Phase zwei die restlichen 800 Haushalte bis 2025 mit schnellem Internet versorgen. Dafür hat die GYG nun eine Finanzierung aufgestellt – was nicht ganz einfach gewesen sei, wie Hanger betont. „Diese 800 Haushalte sind meist Einzelgehöfte und haben relativ lange Anlaufleitungen. Wir sprechen hier von Anschlusskosten von 15.000 bis 20.000 Euro je Gebäude.“ Mittlerweile sei in Phase eins bereits für rund 500 Liegenschaften die Leerverrohrung verlegt worden. Zwischen 100 bis 120 Anschlüsse davon seien bereits aktiv, berichtete Projektmanager Repper. Neue kämen laufend dazu.

In Waidhofen sind in Phase eins die Kerngebiete der Ortsteile Windhag, St. Leonhard und St. Georgen an der Reihe. Der Großteil davon wurde bereits im Zuge des aktuellen Wasserleitungsprojekts erledigt. Rund 170 Liegenschaften müssen auf Phase zwei warten.

Abgeschlossen ist der Ausbau in Hollenstein, wo der Königsberg im nöGIG-Projekt enthalten war. Ebenfalls fertig verlegt ist der Bereich Königsberg au in St. Georgen/Reith. Der Bereich Hochau soll bis Jahresende folgen. Weit gediehen sind die Arbeiten auch schon in Göstling und Lunz/See. Die 64 noch offenen Liegenschaften in Opponitz sind ebenso wie zwischen 70 und 100 Liegenschaften in Ybbsitz erst in Phase zwei dran. Der Großteil davon befindet sich in Ybbsitz am Hubberg und am Maisberg.

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