Alfredo Schäffler: Der „Bischof der Armen“ ist 80. Dom Alfredo Schäffler, gebürtiger Ybbstaler, beging runden Geburtstag. Stadtpfarrer übersetzte Publikation über Ehrenbürger.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 21. Januar 2021 (05:52)
Bischof Alfredo Schäffler wurde am Montag 80 Jahre alt. Der gebürtige Waidhofner setzt sich in Brasilien für die Ärmsten der Armen ein. Stadtpfarrer Dechant Herbert Döller hat ein Buch über Schäffler übersetzt.
Piaty

Am Montag wurde Bischof Dom Alfredo Schäffler 80 Jahre alt. Seit über 50 Jahren lebt der Waidhofner Ehrenbürger nun schon in Brasilien, wo er sich als Priester für die Ärmsten der Welt einsetzt. 16 Jahre war Schäffler Bischof in der Diözese Parnaíba.

Während dieser Zeit führte er ein, dass in den Pfarrstationen täglich Hunderte Straßenkinder versorgt werden. Sein soziales Engagement brachte ihm den Beinamen „Bischof der Armen“ ein.

Bischof Alfredo Schäffler wurde am Montag 80 Jahre alt. Der gebürtige Waidhofner setzt sich in Brasilien für die Ärmsten der Armen ein. Stadtpfarrer Dechant Herbert Döller hat ein Buch über Schäffler übersetzt.
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Schäffler wurde 1941 in Waidhofen geboren und ging mit 14 Jahren zu den Christlichen Schulbrüdern nach Wien-Strebersdorf, in deren Kongregation er eintrat. Von 1963 bis 1966 war Schäffler in Feldkirch als Religionslehrer und Erzieher tätig.

Nachdem er 1965 mit seinen Schülern in der dortigen Handelsschule einen Bericht über das Projekt „Santa Rosa“ des Bischofs Edilbert Dinkelborg von Oeiras in Brasilien gesehen hatte, ließen das Elend und die Not der Menschen in dem südamerikanischen Land den jungen Religionslehrer nicht mehr los. Schäffler beschloss, selbst nach Brasilien zu gehen, um den Ärmsten der Armen zu helfen.

1968 wurde der Waidhofner mit 27 Jahren in der brasilianischen Diözese Picos zum Priester geweiht, wo er ab 1970 als Kaplan und 1971 dann als Pfarrer tätig wurde. 1984 wurde Padre Alfredo nach Teresina versetzt und übernahm dort die Pfarre Cristo Rei. Ein Jahr später wurde er Offizial am Kirchengericht der Erzdiözese Teresina sowie Bischofsvikar für Wirtschaftsfragen und Professor am Priesterseminar.

16 Jahre Bischof der Diözese Parnaíba

Am 15. März 2000 ernannte Papst Johannes Paul II. Alfredo Schäffler zum Koadjutorbischof von Parnaíba. Am 3. Juni desselben Jahres empfing er die Bischofsweihe und am 21. Februar 2001 trat Schäffler dann die Nachfolge von Joaquim Rufino do Rêgo als Bischof von Parnaíba an. Bis 24. August 2016 war der Waidhofner in dieser Funktion aktiv. Dann verabschiedete er sich in den altersbedingten Ruhestand. Seine kirchlichen und sozialen Aktivitäten in Brasilien setzt Dom Alfredo seitdem aber weiterhin unbeirrt fort.

Zum Goldenen Priesterjubiläum des emeritierten Bischofs von Parnaíba erschien in Brasilien 2018 ein Buch, in dem Autor Eneas Barros viele Ereignisse aus dem Leben Dom Alfredo Schäfflers für die Kirche nachzeichnete.

Zum 80. Geburtstag des Waidhofner Ehrenbürgers hat Stadtpfarrer Herbert Döller das Buch nun ins Deutsche übersetzt. In seinem Vorwort nennt es Bischof Alois Schwarz eine „Apostelgeschichte unserer Zeit“. Der Erlös des Buchs kommt den Ärmsten im Urwaldgebiet Brasiliens zugute.