Erstellt am 14. Januar 2017, 05:00

von Leo Lugmayr

6,7 Prozent weniger Flüge. 2016 mussten die Notarzthubschrauber in Vergleich zu 2015 seltener abheben. Grund war der verregnete Sommer.

„Das Schlechtwetter sorgte für weniger Flüge“, so C-15 Stützpunktleiter Roland Eslitzbichler.  |  Lugmayr

Der Grund für die gute Nachricht ist das schlechte Wetter. Im Jahr 2016 wurde der Notarzthubschrauber Christophorus 15 seltener angefordert als im Jahr davor.

„Der Sommer 2015 war sehr heiß und über lange Strecken schön. 2016 war nicht mit solchem Wander- und Bergwetter gesegnet“, so Stützpunktleiter Roland Eslitzbichler. Der Herbst war für Outdooraktivitäten und Wanderungen ebenfalls nicht ideal.

Beides schlug sich in einem Rückgang der Christophorus-Einsätze zu Buche. Die Crews mussten im abgelaufenen Jahr nur 842 Einsätze fliegen, was ein Rückgang von 6,7 Prozent ist. Dies liegt dennoch im langjährigen Durchschnitt von 850 bis 860 Einsätzen.

3.999 Einsätze in Niederösterreich

Insgesamt flogen die „Gelben Engel“ in Österreich im Vorjahr 17.814 Einsätze, 3.999 davon in Niederösterreich, ein leichter Rückgang zu 4.207 Flügen im Jahr 2015. 126 Mal flogen die Retter vom Stützpunkt in Ybbsitz zu Einsatzorten nach Oberösterreich, 110 Mal in die Steiermark.

Ein Drittel betraf internistische Notfälle, gefolgt von Verkehrs-, Arbeits- sowie Sport- und Freizeitunfällen. „31 Mal mussten wir Schwerverletzte mit dem Tau bergen, deutlich weniger oft als die 42 Taubergungen im Jahr davor“, so Eslitzbichler. Der Grund war auch hier das schlechte Wetter. 637 Mal wurden Patienten primär versorgt, 87 Mal waren es Sekundärflüge von einem Spital zum anderen.

Im kommenden Jahr werden die Flugretter mit neuen Nachtsichtgeräten ausgestattet und dadurch Einsätze in den Randstunden mit noch größerer Sicherheit durchführen können. An den Einsatzzeiten ändert das jedoch nichts.