Infektionen im Ybbstal gehen zurück. Zwölf aktive Fälle in Waidhofen. Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Opponitz und St. Georgen Corona-frei.

Von Andreas Kössl und Hermann Knapp. Erstellt am 02. Februar 2021 (10:32)
673 Personen ließen sich in der Vorwoche in der im Schloss Rothschild eingerichteten Teststraße testen. Drei Testergebnisse waren ungültig, bei allen anderen Personen war das Ergebnis des durchgeführten Antigentests negativ.
Magistrat Waidhofen an der Ybbs

Die Corona-Infektionszahlen in der Stadt Waidhofen sind im Laufe der letzten sieben Tage weiter zurückgegangen. Während man am Montag der Vorwoche noch bei 30 aktiven Fällen hielt, waren es am Montag dieser Woche nur noch zwölf.

„Ich fürchte, dass sich ein oder zwei kleinere Cluster entwickeln könnten – ausgehend von privaten Geburtstagsfeiern.“Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer

Zwölf Neuinfektionen kamen im selben Zeitraum hinzu, 29 Personen wurden wieder gesund und 20 in Quarantäne geschickt. Leider verstarb in der Stadt Anfang der Vorwoche aber auch eine Person infolge einer Covid-19-Infektion. In Summe infizierten sich in Waidhofen seit Ausbruch der Pandemie bis Montag 612 Personen mit dem Coronavirus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz (Covid-19-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern) in Waidhofen sank zwischen Montag der Vorwoche und Montag dieser Woche von 160,4 auf 98. Damit rangiert man im NÖ-weiten Bezirks-Ranking nun nur mehr an zehnter Stelle.

An achter Stelle liegt der Bezirk Amstetten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 118,4. Dieser Wert war in der Vorwoche schon einmal niedriger. 170 infizierte Personen meldete die Behörde am Montag hier. 404 Menschen befanden sich in Absonderung.

Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer ist etwas in Sorge, dass die Corona-Zahlen in den nächsten Tagen wieder steigen könnten: „Ich fürchte, dass sich ein oder zwei kleinere Cluster entwickeln könnten – ausgehend von privaten Geburtstagsfeiern“, sagt die Behördenleiterin.

Im Ybbstal gingen die Infektionszahlen im Laufe der Woche in fast allen Gemeinden weiter zurück. In Allhartsberg verzeichnete man am Montag nur mehr vier infizierte Personen, Anfang der Vorwoche waren es noch sechs. 192 bestätigte Fälle zählt man in der Gemeinde seit Pandemiebeginn.

In Sonntagberg waren am Montag noch elf Personen mit dem Virus infiziert. 14 waren es am Montag der Vorwoche. In Kematen hielt man am Freitag, wie auch am Montag davor, bei nur noch einer infizierten Person. Kurzzeitig war die Zahl in der Vorwoche auf zwei angestiegen. Infolge einer mangelhaften Datenübermittlung konnte in der Gemeinde am Montag leider keine aktuelle Tagesstatistik erstellt werden.

Bei drei infizierten Personen hielt man am Montag in Ybbsitz, ebenso viele wie am Montag der Vorwoche. Dabei lag man am Donnerstag bereits bei nur noch einer Infektion. Drei neue Fälle kamen zuletzt jedoch wieder hinzu, vier Personen gelten seit Montag der Vorwoche als wieder genesen. 170 Personen haben sich in der Gemeinde seit Pandemiebeginn mit dem Virus infiziert.

Teststraße: keine positiven Ergebnisse

In Hollenstein galten mit Stand Freitag wieder vier Personen als Covid-positiv. Dabei zählte man am Montag der Vorwoche nur noch zwei Infektionen, am Dienstag gar nur mehr eine. Insgesamt wurden in der Gemeinde bislang 86 Personen positiv auf das Virus getestet.

Corona-frei ist man mittlerweile in Opponitz. Am Montag der Vorwoche galten noch acht Personen als Covid-positiv. Insgesamt haben sich in der Gemeinde seit Pandemiebeginn 41 Personen infiziert. Weiterhin Corona-frei blieb man auch in St. Georgen/Reith.

Seit Montag der Vorwoche ist die dauerhafte Teststraße im Schloss Rothschild in Waidhofen nun in Betrieb. Zwei Teststraßen wurden am Montag, Mittwoch und Freitag betrieben, 673 Tests wurden durchgeführt. Drei Testergebnisse waren ungültig, bei allen anderen Personen war das Ergebnis des durchgeführten Antigentests negativ.

„Danke an das Rote Kreuz und alle Freiwilligen für die Bereitschaft, hier mitzuhelfen und ein großes Danke auch an alle, die dieses Testangebot nutzen“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. „Gemeinsam meistern wir diese Krisensituation.“

Der Stadtchef ist sich sicher, dass breites und regelmäßiges Testen der Bevölkerung eine wichtige Grundlage bildet, um weiterhin Infektionsketten zu unterbrechen und ein sicheres Öffnen einzelner Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens nach dem derzeitigen Lockdown zu ermöglichen.

Die Teststraße im Schloss Rothschild kann zu den Öffnungszeiten (siehe Infobox) gratis genutzt werden. Um eine Anmeldung auf www.testung.at wird gebeten. Im gesamten Schloss gilt eine FFP2-Masken-Pflicht. Personen mit Symptomen, wie Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Gliederschmerzen sowie Geruchs- oder Geschmacksverlust sollen die Teststraße nicht benutzen, sondern ihren Hausarzt oder die Hotline 1450 kontaktieren.