Region: Nur Waidhofen an der Ybbs mit Inzidenz über 300. Landesweit höchster Wert in der Statutarstadt am Montag. 57 aktive Fälle, 400er-Schwelle dennoch nicht in Sicht. Impfungen in Stadt gehen weiter.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 13. April 2021 (12:21)
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In der Stadt Waidhofen hat sich die Corona-Situation zuletzt auf doch recht hohem Niveau eingependelt. Am Montag hielt man bei 57 aktiven Fällen. 60 Fälle waren es am Dienstag der Vorwoche. 23 Neuinfektionen kamen seit Dienstag der Vorwoche hinzu, 26 Personen wurden im selben Zeitraum wieder gesund, 47 in Quarantäne geschickt.

In Summe hält man in der Statutarstadt seit Ausbruch der Pandemie mit Stand Montag bei 806 Covid-Fällen und 13 Corona-bedingten Todesfällen. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Covid-19-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern) lag am Montagnachmittag nach Angaben des Dashboards der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 311,9. Das ist der landesweit höchste Wert. Alle anderen niederösterreichischen Bezirke rangierten unter 300. Es zeichne sich jedoch nicht ab, dass man die kritische 400er-Schwelle, wie vor zwei Wochen, wieder überschreiten werde, sagt Bürgermeister Werner Krammer. „Aufgrund der Kleinheit unseres Bezirks schlagen ein paar Neuinfektionen bei uns gleich viel höher aus.“

Der Stadtchef mahnt die Bürger aber dennoch zur Vorsicht. „Man sieht derzeit, dass die mittlerweile vorherrschende britische Mutation deutlich infektiöser ist und sich meist gleich ganze Familien infizieren“, sagt er. Ob die Osterfeiertage einen Einfluss auf das Infektionsgeschehen in der Stadt gehabt haben, lasse sich derzeit noch nicht sagen, hält Krammer fest.

Auch zweite Teilimpfung in Waidhofen

Bis Ende Mai wird die Impfstraße im Schloss Rothschild noch in Betrieb sein. Wie die NÖN berichtete, plant das Land NÖ, die Immunisierung der Bevölkerung durch 20 über das Land verteilte Impfzentren voranzutreiben. Die Statutarstadt ist als Standort für eine dieser Impfstraßen nicht vorgesehen.

Vorerst gehen die Corona-Schutzimpfungen im Schloss Rothschild aber weiter. Am Samstag holten sich hier 440 Personen über 72 Jahre ihre erste Teilimpfung mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff ab. Weitere Impftermine für diese Personengruppe am 17. und 24. April folgen. „Es ist sichergestellt, dass die Personen, die an diesen drei Terminen ihre erste Teilimpfung erhalten, auch ihre zweite Teilimpfung noch im Schloss Rothschild bekommen“, sagt Bürgermeister Krammer und stellt klar, dass es auch nach dem Ende der Waidhofner Impfstraße mehrere Impfmöglichkeiten in Waidhofen geben werde. Durchführen werden diese die niedergelassenen Ärzte, die bislang auf der Impfstraße tätig waren. Ob die Covid-Schutzimpfungen dann in einzelnen Ordinationen oder an einem anderen Standort durchgeführt werden, ist derzeit noch Gegenstand von Überlegungen. „Bei einem Gespräch mit den Ärzten haben wir nun einmal alle Varianten diskutiert“, sagt Krammer. „Nun liegt es an den Ärzten. Seitens der Stadt sind wir jedenfalls gerne bereit, hier weiterhin als Partner zur Verfügung zu stehen.“

Auf der Teststraße im Schloss Rothschild wurden zwischen Dienstag und Samstag der Vorwoche 2.147 Testungen durchgeführt.

Im Bezirk Amstetten ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 234,3 gesunken. Die Covid-Situation in den meisten Ybbstalgemeinden bleibt aber weiterhin angespannt.

Nur in Opponitz entspannt sich Situation

In Allhartsberg zählte man am Montag acht positive Personen, so viele wie vor einer Woche. Ende der Vorwoche war die Zahl kurzzeitig auf elf gestiegen. In Sonntagberg galten am Montag 23 Personen als infiziert. Am Beginn der Vorwoche waren es noch 14. Neun aktive Fälle zählte man am Montag in Kematen.

In Ybbsitz galten Anfang der Woche 14 Personen als infiziert. Zehn Neuinfektionen kamen in den letzten sieben Tagen hinzu, sieben Personen wurden wieder gesund. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Gemeinde lag bei 294. In Hollenstein lag man am Montag immer noch bei zwölf aktiven Fällen. Neun neue Fälle kamen in den letzten sieben Tagen hinzu. In St. Georgen/Reith kamen von Montag der Vorwoche bis Dienstag dieser Woche fünf Neuinfizierte hinzu, neun Personen wurden wieder gesund. Fünf Personen galten am Montag noch als CoV-positiv.

Alleine in Opponitz gab es zuletzt keine Neuinfektionen. „Wir sind derzeit in der glücklichen Lage, nur einen positiven Fall zu haben“, sagt Bürgermeister Johann Lueger. Gut angenommen wird das Testangebot bei Gemeindeärztin Doris Hofbauer-Freudenthaler.