Lage im Ybbstal bleibt angespannt

Waidhofen schafft Impfangebot in den Ortsteilen. Fast-Lane auf der Teststraße.

Erstellt am 23. November 2021 | 13:54
Corona Coronavirus Covid Symbolbild
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Foto: Horth Rasur, Shutterstock.com

Noch keine Entspannung zeichnet sich im Ybbstal im Pandemiegeschehen ab. Die Infektionszahlen sind nach wie vor äußerst hoch. Auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Waidhofen am Montag nach Angaben der AGES mit einem Wert von 1.832,2 wieder unter die 2.000er-Schwelle rutschte (Vorwoche: 2.272,3), zählte man am Montag immer noch 297 aktive Corona-Fälle in der Ybbstalmetropole (Vorwoche: 315). 211 Neuinfektionen kamen hinzu. 224 Personen wurden wieder gesund. Leider gab es seit der Vorwoche in Waidhofen auch fünf Todesfälle infolge einer CoV-Infektion.

Angespannt ist die Situation nach wie vor am Landesklinikum Waidhofen. Mit Stand Sonntag befanden sich 16 Covid-Patienten in stationärer Behandlung, zwei davon mussten intensivmedizinisch behandelt werden. Drei Menschen erlagen seit Montag der Vorwoche im Krankenhaus ihrer Infektion mit dem Corona-Virus.

Seitens der Stadt ist man bestrebt, die Impfquote weiter zu erhöhen. So war die Impfstraße im Rothschildschloss am Wochenende wieder in Betrieb. Dieses Angebot wird an den kommenden vier Samstagen fortgesetzt. Gleichzeitig geht man gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten in die Ortsteile, um der Bevölkerung vor Ort ein niederschwelliges Impfangebot anzubieten (siehe Infobox). 60,8 Prozent der Waidhofner galten am Montag in Waidhofen als vollimmunisiert.

Ybbsitz bleibt Corona-Hochburg

Angespannt bleibt die Situation auch in den anderen Ybbstalgemeinden, wobei vor allem Ybbsitz eine Corona-Hochburg bleibt. 249 Personen galten hier am Montag als Covid-positiv (Vorwoche: 198). 106 Neuinfektionen kamen hinzu. Gleichzeitig ist die Gemeinde mit 51,7 Prozent Vollimmunisierten im Bezirk Amstetten Schlusslicht bei der Impfquote.

Zu langen Wartezeiten kam es zuletzt immer wieder auf der Waidhofner Teststraße im 5e-Museum, welche die Stadt gemeinsam mit den beiden Waidhofner Apotheken betreibt. Rund 600 PCR- und Antigen-Tests werden hier täglich abgewickelt. So mussten etwa am Dienstag der Vorwoche die Testzeiten ob des Andrangs um zweieinhalb Stunden verlängert werden. Daraufhin wurde eine Fast-Lane für Gemeindebürger und bereits registrierte Personen installiert. „Dieses Angebot ist in erster Linie für die Waidhofner gedacht“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. „Wir haben jetzt aber die Situation, dass immer mehr Menschen von auswärts dieses Angebot in Anspruch nehmen.“

Mittlerweile sind auch PCR-Gurgeltest-Sets im Eurospar Waidhofen und in der neuen Spar-Filiale in Kematen erhältlich.