Zukunftsakademie: 100.000 Euro für die Jugend. Zukunftsakademie Mostviertel möchte junge Menschen an Technik und Unternehmertum heranführen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 10. Oktober 2020 (16:21)

„Talente! für Morgen“ nennt sich eine neue Crowdfunding-Initiative der Zukunftsakademie Mostviertel, die in Kooperation mit der Eisenstraße NÖ umgesetzt wird. Ziel ist es, mit den Fundingerlösen Projekte für junge Menschen im Mostviertel in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, unternehmerisches Denken und Nachhaltigkeit umzusetzen.

Am Donnerstag erfolgte der Startschuss im Rahmen des Bildungsforums der Zukunftsakademie im Beta Campus auf der Zell. Mit Philipp Maderthaner konnte man dazu einen national und international gefragten Keynote-Speaker mit Waidhofner Wurzeln gewinnen.

Seit der Gründung im Jahr 2009 hat die Zukunftsakademie mit ihren Programmen zur Förderung technischer Talente zahlreiche Kinder und Jugendliche erreicht. Zukunftsakademie- und net for future-Geschäftsführerein Rosemarie Pichler, sprach nun von einem „neuen Meilenstein“, um junge Menschen an die Technik heranzuführen, sie für Naturwissenschaften zu begeistern und ihnen unternehmerisches Denken näher zu bringen. Bis 8. Februar möchten die Initiatoren des Projekts 100.000 Euro zusammen haben. 30.000 Euro sind das Minimalziel. Unterstützer können über die Crowdfunding-Plattform 1000x1000 Beiträge ab 50 Euro beisteuern. Dafür gibt es attraktive Goodie-Pakete.

Unterstes Funding-Ziel schon zu Projektstart

12.000 Euro hatte man bereits bei Projektstart auf der Haben-Seite. Mit einer informellen Zusage über 50.000 Euro war das unterste Funding-Ziel schon am Donnerstag erreicht. „Ich hoffe, dass wir unser oberstes Ziel sprengen und 130.000 Euro erreichen“, gab sich Pichler optimistisch.

Neben Geld sollen bei „Talente! für Morgen“ auch Projektideen gesammelt werden. Schulen, Gemeinden und Vereine sind dazu aufgerufen Projekte einzureichen. Eine Fachjury entscheidet dann im Februar 2021 über die Umsetzung.

Zwei Projekte, die umgesetzt werden sollen, liegen bereits vor. So wird die HTL Waidhofen in einer digitalen Übungsfabrik Technikbausätze für Mostviertler Schulen produzieren und wird ein dreitägiges Bootcamp zur Stärkung des unternehmerischen Denkens für 15- bis 18-Jährige durchgeführt.

Gerade in Zeiten der Coronakrise sei es wichtig, den Kindern Zukunftsaussichten zu bieten, meinte Unternehmer Thomas Welser als stellvertretender Obmann des Vereins Zukunftsakademie Mostviertel. Für das Projekt habe er „offene Türen und offene Herzen“ vorgefunden. So wird die Initative sogar von Bundeskanzler Sebastian Kurz unterstützt. Er meldete sich via Videobotschaft zu Wort. „Es ist wichtig, dass viele mitmachen“, sagte Welser. „Wichtig ist jedoch nicht, dass einige Große was machen, sondern das Projekt in die Breite geht.“

 Kanzlermacher machte jungen Leuten Mut

 Unterstützt wird die Kampagne auch von Kommunikationsprofi Philipp Maderthaner. Der gebürtige Waidhofner betreibt in Wien die Unternehmen Campaigning Bureau und Business Gladiators. Er gilt als Pionier des modernen Campaignings und, seitdem er bei der Nationalratwahl 2017 als Kampagnenchef von Sebastian Kurz fungierte, auch als „Kanzlermacher“. Maderthaner gratulierte zum Projekt. Vor allem der Schwerpunkt Entrepreneurship liege ihm sehr am Herzen. Gerade in der Krise sei es wichtig, jungen Leuten Mut zum Unternehmertum zu machen und den Unternehmergeist nicht zu verlieren.

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