Projekte mit Perspektive an der HTL Waidhofen. Einparksimulator und AR-Messplatz entstehen an der HTL.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. Dezember 2019 (03:30)
Den Blick zurück übernimmt der Einparksimulator von Sebastian Pöchlauer und Maximilian Zarl, mit dem man gefahrlos das Einparken mit Pkw und Anhänger üben kann.
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Innovative Lösungen für zwei sehr unterschiedliche Probleme sollen jene Projekte bieten, die derzeit von Jungtechnikern der HTL im Rahmen ihrer Diplomarbeiten entwickelt werden.

Sebastian Pöchlauer und Maximilian Zarl aus der Abteilung Maschinenbau-Automatisierungstechnik entwerfen und bauen gemeinsam einen Einparksimulator, mit dem das Rückwärtsfahren und Einparken mit Pkw und Anhänger ohne Risiko für Mensch und Material realitätsnah geübt werden kann. Dazu benötigen die zwei Di plomanden einen PC mit Bildschirm, ein Lenkrad und das Gaspedal eines PC-Spiels, ein fernsteuerbares Modellauto mit Hänger und ihr an der HTL erlerntes Ingenieurswissen.

Über den nötigen Durchblick verfügt Betreuer Gerald Pracherstorfer dank des Augmented-Reality-Messplatzes, der von den Elektrotechnikern Anna Zeidlhofer und Simon Offenberger entwickelt wird.
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Am Modellauto werden Kameras angebracht, welche als Rückspiegel dienen und das Bild wird auf den PC-Monitor übertragen. Vom Computer aus wird das Modellauto mit dem Lenkrad und dem Gaspedal bedient, und der Blick am Bildschirm deckt sich mit dem Blick in die Rückspiegel. Der Datentransfer zwischen den einzelnen Komponenten erfolgt mittels Wireless-Lan bzw. mit Bluetooth. Fachkundig betreut werden die beiden Schüler von Christian Benatzky. Die Diplomanden Anna Zeidl hofer und Simon Offenberger aus der Abteilung Elektrotechnik–SmartSystems befassen sich in ihrer Dioplomarbeit mit dem Thema Augmented Reality.

Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, durch den Einsatz einer Augmented-Reality-Brille einen Messplatz für elektronische Schaltungen so zu gestalten, dass der Schaltungsaufbau, die Auswertung von Messresultaten sowie der Umgang mit Datenblättern durch eine Augmented-Reality-Brille erheblich erleichtert werden. Im Zuge des Schaltungsaufbaus werden die Datenblätter der verwendeten Bauteile nach Scannen eines QR-Codes als Hologramm in der Brille eingeblendet. Des Weiteren können die gewünschten Messparameter über eine eigens entwickelte App vorgegeben werden.

Resultate in Form von Hologrammen

Die Automatisierung der Messvorgänge übernimmt ein eingebettetes System, das sämtliche Analysedaten per Wireless-Kommunikation an die Augmented-Reality-Brille überträgt. Dort erfolgt die visuelle Darstellung der Messresultate in Form von Hologrammen, die dem Träger in das Sichtfeld eingeblendet werden. Betreut wird das Projektteam von Gerald Pracherstorfer.