Waidhofen/Ybbs: Abschlussfrage Laufen oder fahren?. Abschlussarbeiten versetzten in Bewegung – per pedes oder mit Traumauto.

Von Christa Hochpöchler. Erstellt am 11. Juni 2021 (10:12)

Auch in diesem Jahr überraschten die Schüler des Abschlussjahrgangs an der Handelsakademie wieder mit abwechslungsreichen Diplomprojekten.

Vier Schülerinnen beleuchteten im Rahmen ihrer Diplomarbeit „Diversity of sport“ das Thema Sport aus verschiedenen Blickwinkeln.

Musikgymnastik, Gesundheit und Geist

Die Auswirkungen auf Gesundheit und Geist von zwei zusätzlichen Stunden pro Woche im Schulsport untersuchte Marlene Stubauer. Ein Schwerpunkt lag auf der Musikgymnastik mit dem Ziel, die Konzentration im Unterricht sowie die Kondition der Schüler zu steigern.

Anna Handsteiner beschäftigte sich mit der Sportstruktur in Österreich. Anhand vom Skisport zeigte sie die Strukturen vom Breiten- zum Leistungssport. „Ich bin selbst im Schülerbereich Skirennen gefahren, es interessiert mich, wie man es zur Spitze schafft“, erklärt sie. Aus einer geplanten Podiumsdiskussion mit bekannten Skisportlern wurde Corona-bedingt eine Interviewserie.

Wie viel Sport macht Österreich?

„Leistungssport ist nicht unbedingt meine Stärke“, lacht Alina Hirtenlehner. „Darum konzentrierte ich mich auf den Gesundheitssport. Das kann jeder machen, 10.000 Schritte, spazieren gehen, Treppe statt Lift.“ Gemeinsam mit Verena Hirtenlehner führte sie eine Umfrage durch, um zu ermitteln, wie viel Sport die österreichische Bevölkerung betreibt. Das Ergebnis war interessant: Schwer arbeitende Personen machen auch in der Freizeit mehr Bewegung als Angestellte mit Bürotätigkeit.

Mit der betrieblichen Gesundheitsförderung und der Motivation zu mehr Bewegung beschäftigte sich Verena Hirtenlehner.

Einig sind sich die vier Freundinnen, dass die Bedeutung von Sport gar nicht oft genug betont werden kann.

Diplomarbeit führte zu Unternehmensgründung

Für Tobias Winklmayr und Nikolaus Mosser war die Diplomarbeit nur der erste Schritt. Die beiden planten eine fiktive Firma, die Kunden bei der Suche nach ihrem Wunschauto unterstützt. Tobias Winklmayr arbeitete an der Firmengründung, mit dem Import von Autos aus Deutschland beschäftigte sich Nikolaus Mosser. „Eigentlich haben wir die Diplomarbeit geschrieben mit dem Hintergedanken, das Unternehmen tatsächlich zu gründen“, lacht Nikolaus Mosser. Diesen Plan setzten die Schüler dann auch in die Tat um.

Vor allem im Bereich des Kundenservice wollen die beiden mit ihrem neuen Unternehmen „Koenigswagen“ ein Zeichen setzen – von der Fahrzeugbeschaffung über die laufenden Wartungsarbeiten bis hin zur Fuhrparkorganisation und Kommunikation mit umliegenden Fachwerkstätten und Autohäusern.

„Nur tanken und fahren müssen Sie selbst“, lachen die beiden Unternehmensgründer.