Waidhofen/Ybbs: Schmieden ist Teil der DNA!. Als neuer Obmann setzt Werner Krammer auf drei Strategien: Reagieren auf Demografie, Green Care und Facharbeiter. Aber auch altes Handwerk bleibt im Fokus.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:14)
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Schmieden ist nach Einschätzung von Eisenstraße-Obmann Werner Krammer „Teil unserer DNA“.
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Werner Krammer hat von Andreas Hanger die Obmannschaft des Vereins Eisenstraße NÖ übernommen. Er setzt bei der Entwicklung der Region und der 24 im Verein versammelten Gemeinden nun auf eine neuen Strategie.

„Wir werden verstärkt gemeinsam Entwicklungsprozesse in Workshops antreiben“, sagt Krammer. Zum Thema „Soziales und Zusammenleben“ gab es auch schon ein erstes Treffen – wieder in physischer Präsenz vorgenommen.

„Im August treffen wir uns zu einer Klausur mit den 24 Bürgermeistern, um die bisherigen Themen zusammenzuführen“ Werner Krammer

„Im August treffen wir uns zu einer Klausur mit den 24 Bürgermeistern, um die bisherigen Themen zusammenzuführen“, kündigt Krammer an. Als Herausforderungen erkennt er drei Thematiken. „Wir müssen den ungünstigen Strömungen der Demografie, die für die Region derzeit Abwanderung bringt, mit Young Citizen Relation Management begegnen“, sagt der Waidhofner Stadtchef und führt an, dass junge Menschen als Botschafter der Region in den Ballungszentren fungieren sollen. Die Initiative „Get the Most“ hat das Ziel, das Band zwischen jungen Leuten, die zur Ausbildung in die Städte gehen, und dem Mostviertel zu stärken, damit sie in ihre Heimat zurückkehren.

„Mit Green Care – Pflege im ländlichen Raum – wollen wir überdies neue Arbeitsfelder auf Bauernhöfen schaffen und in einer dritten Schiene werden wir der Facharbeit größeres Gewicht verleihen.“ Mit „Coworking Spaces“ etwa im Waidhofner Beta-Campus oder der Lehrlingsmesse karriere clubbing will der neue Eisenstraßenobmann Lehrberufe attraktivieren.

„Als vor 30 Jahren der Verein gegründet wurde, standen die Rettung der montanhistorischen Relikte auf der Agenda ganz oben. „Das hat sich geändert, und wir sind zu einer Regionalentwicklungsinitiative geworden“, sagt Krammer. Aber Schmieden gehöre zum Handwerk. „Wir verleugnen unsere Wurzeln nicht. Schmieden ist Teil unserer DNA geblieben.“