20 Waisen auf Skiurlaub im Mostviertel. Nationalratspräsident bringt 20 Waisen zum Skiurlaub ins Mostviertel.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 19. Februar 2020 (03:23)

Am Sonntag trafen sich 20 Waisenkinder aus Russland und der Ukraine auf der Forsteralm zum Skirennen. Zuvor hatten sie einen Skikurs in der Skischule Forsteralm bei Manfred Großberger absolviert.

Bereits zum zweiten Mal konnten sich sozial benachteiligte Waisenkinder aus Kiew und Pskow, Region St. Petersburg, über einen Winter- und Skiurlaub im Mostviertel freuen. Im Rahmen des Sozialprojektes „Lächeln schenken. Verantwortung tragen“ wurde den Kindern im Alter zwischen neun und 13 Jahren ein abwechslungsreiches Programm samt Skikurs auf der Forsteralm und Kunstunterricht bei Leopold Kogler geboten.

Initiator des Projekts ist Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes in Kiew und bei einem Besuch einer dort ansässigen Betreuungsstätte wurde er auf die Situation der Kinder aufmerksam.
„Es war mir ein Anliegen, diesen Kindern unter die Arme zu greifen und zu helfen“, so Sobotka. Ein Vorhaben, das auch in diesem Jahr auf ganzer Linie gelungen ist. Mehr als zwanzig Sponsoren und zahlreiche Helfer stellten sich wieder in den Dienst der guten Sache, um den Aufenthalt der Kinder zu ermöglichen. „Viele Unterstützer haben mich schon vor Monaten angesprochen und neuerlich Hilfe angeboten.

Diese Identifikation ist ganz wesentlich, weil damit auch Akzeptanz und Verständnis für die Situation der betroffenen Kinder einhergehen“, so der Nationalratspräsident, der das Projekt damit als jährlich wiederkehrend etablieren möchte. Generell sieht Sobotka eine Verantwortung, die hinter dem Sozialprojekt steht. „Österreich zählt zu den wohlhabendsten Ländern dieser Erde. Nirgendwo sonst ist die Kombination aus Lebensqualität, sozialer Absicherung und Möglichkeit zu gesellschaftlichem Aufstieg derart fest verankert wie in unserer Heimat. Umso zentraler ist es, diesen Umstand nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern Initiative für Menschen zu zeigen, die selten bis nie die Vorzüge eines sorgenfreien Lebens kennenlernen durften“, so der Nationalratspräsident.

Wie kam der Österreichurlaub bei den Kindern an? „Es war wie im Paradies!“, sagte der elfjährige ukrainische Bub Andrey Kosenyuk aus Kiew. Was Sobotkas Büroleiter Andreas Großschartner perfekt ins Deutsche übersetzte.