Fackelzug und Kaufangebot. Ybbstalbahn I / 150 Teilnehmer bei Protestzug in Waidhofen. Bahnfreunde wollen Reststrecke kaufen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
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Vom Lokalbahnhof aus bewegte sich der Protestzug über die Pocksteinerstraße und den Schulberg rein in die Stadt und rauf auf den Hohen Markt.
Von Andreas Kössl

YBBSTAL / „Wir wollen wieder, wir wollen wieder, wir wollen wieder Ybbstalbahn!“, hieß es auch wieder vergangenen Freitag. Rund 150 Bahnfreunde hatten sich am Waidhofner Lokalbahnhof zusammengefunden, um ein Zeichen für den Erhalt der Lokalbahn zu setzen und gegen den Abbau der Schienen zwischen Gstadt und Hollenstein zu demonstrieren. Nach Kundgebungen in Hollenstein, Ybbsitz, Opponitz und Waidhofen sowie einem Ausflug nach Wien wurde nun ein Fackelzug durch die Waidhofner Innenstadt abgehalten.

Bahnfreunde wollen Kampf nicht aufgeben

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Dabei wurde die Route über die Hintergasse auf den Oberen Stadtplatz gewählt, um vor der Haustür von Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka „eine Minute der Stille“ für das „Kulturerbe Ybbstalbahn“ einzulegen. Danach fand eine kurze Abschlusskundgebung bei der Mariensäule statt, bei der die Redner einmal mehr den Abriss der Gleise zwischen Göstling und Hollenstein beklagten und wissen liesen, dass sie nicht daran denken würden, ihren Kampf für die Ybbstalbahn aufzugeben.


Kaufangebot vorgelegt

Wie die NÖN kurz vor Redaktionsschluss erfuhr, hat eine Bietergemeinschaft aus Bahnfreunden (ein Proponent ist der Redaktion bekannt) bereits am 5. Februar ein Angebot gelegt, die noch bestehenden Reste der aufgelassenen Ybbstalbahn zwischen Gstadt und Ybbsitz sowie zwischen Gstadt und Hollenstein samt Bahnhöfen und Gleisanlagen zu kaufen. Die Bahnfreunde möchten diese Teilstücke für eine Tourismusbahn sowie für E-Mobilitätsversuche nutzen. Der angebotene Kaufpreis liegt zwischen 500.000 und einer Million Euro.

Bis jetzt hat die Bietergemeinschaft jedoch noch keine Rückmeldung erhalten.