Klangraum in der Riess Emailfabrik. Klaus Paier und Asja Valcic begeisterten in der Produktionshalle.

Erstellt am 29. September 2014 (12:05)
NOEN, Leo Lugmayr
In der Schatzkammer zeigte Pater Franz verschiedenste Messgewänder her. Zu den stärksten Wallfahrtszeiten gab eszwölf Priester auf dem Sonntagberg.

Musik der Extraklasse lieferten der Lavanttaler Klaus Paier (Akkordeon, Bandoneon) und die Zagreber Cellistin Asja Valcic in der seit Jahren vom Klangraum-Festival erprobten Riess Fabrikhalle. Klassiker und Eigenkompositionen entwickelten sie in kaum zu überbietender Hingabe.

In das programmatische Stück „Ayer“ (spanisch für „gestern“) legte Paier allen Schmerz der Vergänglichkeit und ließ zugleich die freudige Erregung der Erinnerung aufkochen und in ruppige Sprunghaftigkeit und widerborstig stürmische Impulsivität der Jugend kippen, wobei er das Bandoneon zuweilen auch auf seine Qualität als perkussiver Klangkörper ausreizte.

So wie Riess-Emailgeschirr den Speisen das Seine, Typische lässt, so garten die beiden Musiker Tangos und Sambas in ihrer authentischen „Salsa“. Als Zugabe verneigte sie sich vor Tango Nuevo Ikone Astor Piazzolla.