Feuer zerstörte Bauernhof in Maria Neustift. 250 Feuerwehrleute aus Ober- und Niederösterreich im Einsatz. Drei Personen verletzt.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 11. Juni 2021 (09:02)

Zu einem Großbrand kam es am Donnerstag auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Maria Neustift. Auf dem an der Grenze zu Niederösterreich auf etwa 700 Meter Seehöhe gelegenen Biobauernhof, an dem auch eine Jausenstation betrieben wird, brach im Bereich eines neu errichteten Stall- und Lagergebäudes gegen 14.30 aus bislang unbekannter Ursache Feuer aus. Dieses griff durch den herrschenden Nordostwind bald auch auf den Dachbereich des Wohntraktes über.

Wasserversorgung schwierig

18 Feuerwehren aus Ober- und Niederösterreich standen mit etwa 250 Feuerwehrleuten im Einsatz, wobei die Löschwasserversorgung eine große Herausforderung darstelle. Um diese sicherzustellen, legten die Einsatzkräfte mehrere Leitungen zu einem 1,2 Kilometer entfernten Löschteich. Dabei musste eine Höhendifferenz von rund 220 Meter überwunden werden. Zusätzlich wurde mittels Tanklöschfahrzeugen von einem mehrere Kilometer entfernten Löschwasserbehälter im Pendelverkehr Wasser zum Einsatzort gebracht. Benachbarte Landwirte stellten mit Güllefässern zusätzliches Löschwasser bereit.

Mittels der Drehleiter der Stadtfeuerwehr Waidhofen und dem Hubsteiger der FF Weyer sowie unzähligen Rohren der Tanklöschfahrzeuge führten die Feuerwehrleute einen umfassender Löschangriff durch. Trotz des immensen Feuerwehreinsatzes brannten das Stallgebäude und der Dachstuhl des Wohntraktes komplett aus.

Schafe und Kühe bei Brand verendet

Erst um etwa 23 Uhr war der Brand soweit unter Kontrolle, dass nur noch Nachlöscharbeiten notwendig waren. Der Einsatz wird sich wohl auch noch am gesamten Freitag fortsetzen.

Laut Polizeiangaben kamen auch etwa 30 Schafe und Lämmer sowie zwei Kälber bei dem Brand ums Leben. Die restlichen Tiere konnten gerettet werden.

Altbauer mit Hubschrauber ins Spital gebracht

Der 70-jährige Altbauer erlitt im Zuge der ersten Lösch- und Rettungsarbeiten Verletzungen unbestimmten Grades und musste nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Graz geflogen werden. Die 90-jährige Großmutter kam zu Sturz und wurde unbestimmten Grades verletzt. Die 68-jährige Altbäuerin wurde wegen des Verdachtes auf Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem umfassenden Brandeinsatz kollabierte auch ein Feuerwehrmann. Er musste von der Rettung versorgt werden. Die Brandursache und die Schadenshöhe sind laut Polizeiangaben noch unbekannt.