Thriller im Schlosshof in Waidhofen/Ybbs. „7500“ von Regisseur Patrick Vollrath am Dienstag, 11. August, beim Schlosshofkino Waidhofen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. August 2020 (04:33)
„7500“ spielt in Realzeit fast komplett im Inneren des Cockpits eines Flugzeugs. So entsteht ein hochspannendes Kinoerlebnis. Für die Hauptrolle konnte Regisseur Patrick Vollrath Hollywood-Star Joseph Gordon-Levitt gewinnen.
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 Zum bereits zehnten Mal lädt der Verein Filmzuckerl zwischen 4. und 25. August in Kooperation mit der Stadt Waidhofen im Rahmen der Sommerkino-Initiative des Landes NÖ zum Schlosshofkino in den Schlosshof von Schloss Rothschild. Gezeigt werden heuer vier aktuelle österreichische Produktionen, welche paradigmatisch für die Vielfalt des heimischen Filmschaffens stehen.

Nach der Eröffnung am Dienstag dieser Woche mit dem Dokumentarfilm „Born in Evin“, der in Kooperation mit dem Weltladen gezeigt wurde, steht beim Schlosshofkino am Dienstag, 11. August, das packende deutsch-österreichische Thriller-Kammerspiel „7500“ am Programm. Der deutsche Regisseur Patrick Vollrath erzählt darin von der Entführung eines Passagierflugzeugs, indem er die fatalen Ereignisse ausnahmslos aus der Sicht des Co-Piloten im Cockpit schildert. Es ist ein ganz normaler Passagierflug eines Airbus A319 von Berlin nach Paris. Alltag für den amerikanischen Co-Piloten Tobias Ellis. Seit ein paar Jahren lebt er in Kreuzberg, mit seiner türkischen Freundin, mit der er einen kleinen Sohn im Kindergartenalter hat und die als Flugbegleiterin ebenfalls mit an Bord ist. Der Start verläuft reibungslos, doch dann hört man Geschrei. Eine Gruppe junger Männer versucht ins Cockpit einzudringen. Es beginnt ein Kampf zwischen Besatzung und Angreifern, eine Zerreißprobe zwischen dem Wunsch, einzelne Leben zu retten und noch größeren Schaden abzuwenden.

Indem Patrick Vollraths Film fast komplett im Inneren des Cockpits eines Flugzeugs spielt, bricht er im Thriller-Genre mit konventionellen Sehgewohnheiten. Spannung wird nicht nur durch das erzeugt, was man auf der Leinwand sieht, sondern auch durch das, was vor der Kamera versteckt bleibt. Vollrath absolvierte die Filmakademie in Wien, wo er Schüler von Michael Haneke war. Mit seinem Kurzfilm „Alles wird gut“ wurde er 2016 für einen Oscar nominiert. „7500“ ist sein Langfilmdebüt. Im Vorjahr feierte der Film beim Filmfestival von Locarno seine Weltpremiere.