Erstellt am 09. Januar 2017, 09:56

von NÖN Redaktion

Kino-Tipp: "Marshland/La isla mínima". Der Verein Filmzuckerl zeigt am 18. und 19. Jänner den spanischen Thriller „Marshland“ des Regisseurs Alberto Rodríguez.

Der Verein Filmzuckerl zeigt am 18. und 19. Jänner den spanischen Thriller „Marshland“ des Regisseurs Alberto Rodríguez.  |  NOEN, Polyfilm

Zum Inhalt:

Als die beiden Ermittler Juan und Pedro im September 1980, fünf Jahre nach dem Tod Francos, in den tiefen Süden Spaniens reisen, um das mysteriöse Verschwinden zweier Schwestern aufzuklären, wird den zwei Kriminalbeamten aus Madrid schnell klar, dass sie in der kleinen andalusischen Dorfgemeinschaft mit ihren Nachforschungen auf Widerstand stoßen werden. Hier wird lieber mal ein Auge zugedrückt, als dass man einem möglichen Verbrechen auf den Grund gehen möchte. Denn wie sich herausstellt, sind die beiden jungen Frauen nur zwei von mehreren Opfern ...

Regisseur Alberto Rodríguez ist mit „Marshland“ ein visuell und atmosphärisch brillanter Thriller gelungen. In dieser Welt - im andalusischen Marschland – ist nichts solide und vertrauenswürdig, sondern alles entlarvt sich als trügerisch. Ein bestechendes, spannungsgeladenes Filmjuwel, das in ein postfaschistisches Spanien entführt, in dem die Demokratie in den Köpfen vieler noch immer nicht angekommen ist.

„Marshland“ wurde 2015 als bester Film mit dem Goya, dem spanischen Filmpreis, ausgezeichnet und erhielt auch den Hauptpreis in den Kategorien Regie, Hauptdarsteller (Javier Gutiérrez), Originaldrehbuch, Kostüme, Schnitt, Filmmusik und Szenenbild.

Zum Film:

Spanien 2014, 104 Minuten, Regie: Alberto Rodríguez, Darsteller: Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez, Antonio de la Torre