Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 09. März 2018, 05:00

von Lisa Hofbauer

Jörg Schuschnig: „Jahre des Tiefs sind nun vorbei“. Waidhofner Büromöbelhersteller erwirtschaftete 2016 151,3 Millionen Euro Umsatz. Produktlinie „Studio“ in London präsentiert.

Die Bene Geschäftsführer Jörg Schuschnig und Michael Fried (v.l.) blicken in eine positive Unternehmenszukunft. Am Produktionsstandort Waidhofen wollen sie nicht rütteln.  |  Kössl

Journalisten aus Österreich und Deutschland lud der Waidhofner Büromöbelhersteller Bene vergangenen Dienstag ins Head Office nach Waidhofen zur Besichtigung der Produktionshallen und Büroräumlichkeiten ein.

Dabei gaben die beiden Geschäftsführer Jörg Schuschnig und Michael Fried einen Überblick über die Bene-Gruppe sowie deren Produkte und Vorstellungen von der Arbeitswelt der Zukunft. Auch die Geschäftszahlen des ehemaligen Familienunternehmens, das nach der Übernahme durch die Investoren Erhard Grossnigg und Martin Bartenstein 2015 von der Wiener Börse ging, wurden präsentiert.

"Nach Jahren des finanziellen Tiefs kam der Turnaround" Jörg Schuschnig

„2016 konnten wir die sieben Jahre Pech endlich hinter uns lassen. Nach Jahren des finanziellen Tiefs kam der Turnaround“, sagte Finanzchef Schuschnig. Mittlerweile habe man eine solide Basis schaffen können.

Das bestätigt ein Blick auf die Geschäftszahlen für das Jahr 2016. So erwirtschaftete man einen Umsatz von 151,3 Millionen Euro und konnte auf eine Eigenkapitalquote von 33,2 Prozent verweisen. „Mittlerweile können wir auf eine deutlich bessere Eigenkapitalquote zurückgreifen“, sagt Schuschnig.

Den größten Umsatzanteil machte die Produktgruppe Stauraum (20 Prozent) aus, dicht gefolgt von Arbeitsplätzen (19 Prozent) und dem Bereich der Handelswaren/Netzwerkpartner (17 Prozent). Rund 100.000 Arbeitsplätze installiert das Unternehmen jährlich.

Auch Michael Fried, Geschäftsführer der Bereiche Sales, Marketing und Innovation, berichtete von erfolgreichen Jahren. Alle sechs bis neun Monate bringe man nun neue Produkte auf den Markt. „Hier arbeiten wir mit internationalen Designern zusammen. Wir wollen uns in der Designsprache immer neu erfinden“, sagte Fried und verwies auf die Produktfamilien „Settle“, „Pixel“ oder „Nooxs Think Tank“, die den letzten Jahren auf den Markt kamen sowie die von Thomas Feichtner designte, neue Produktlinie „Studio“, deren Präsentation am Donnerstag in London über die Bühne ging.

In 40 Ländern vertreten

Derzeit ist der Waidhofner Büromöbelhersteller in 40 Ländern weltweit vertreten, hat aber nur noch in zehn Ländern eigene Schau- und Betriebsräume. „Es ist uns wichtig, Bene als internationalen Player weiter zu verankern“, meinte Schuschnig. „Am Produktionsstandort Waidhofen gibt es aber weiterhin nichts zu rütteln.“ 200 aller 550 in Österreich tätigen Bene-Mitarbeiter sind in der Produktion in Waidhofen tätig, wobei 95 Prozent aus der näheren Umgebung stammen. Auch einige Leiharbeiter und 15 Lehrlinge sind derzeit in Waidhofen beschäftigt. „Wir sind derzeit in der Produktion sehr ausgelastet, was untypisch für das erste Quartal ist“, hielt Bernhardt Kronnerwetter, Director of Production & Engineering, fest.

600.000 Einzelmöbel und 45 Kilometer an Wandprodukten werden auf 42.000 Quadratmetern Fläche in den Waidhofner Bene-Produktionshallen pro Jahr hergestellt. Bis zu 35 Container verlassen die Firma am Tag in alle Welt.