Neue Postbasis in Gstadt

Post AG legt Standorte Waidhofen und Lunz/See in neuem Wirtschaftspark zusammen. Alte Postfiliale bleibt.

Erstellt am 18. November 2021 | 06:44
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Eine konkrete Visualisierung der Postbasis in Gstadt gibt es noch nicht. Die neuen Postbasen seien jedoch in einem standardisierten, modularen Design aufgebaut, heißt es seitens der Post AG. Diese schauen folgendermaßen aus.
Foto: Österreichische Post AG

Ein neuer interkommunaler Gewerbepark entsteht entlang der B 31 in Gstadt gegenüber der Firma Bene. Wie schon beim wenige hundert Meter entfernten Betriebsgebiet Kreilhof sollen auch hier hohe ökologische Standards zur Anwendung kommen. Die NÖN berichtete.

Als erstes Unternehmen möchte die Post AG zwischen dem bestehenden Parkplatz der Firma Bene und dem alten Wurzenberger-Firmengebäude auf einer Fläche von rund 9.000 Quadratmetern eine Postbasis (früher: Zustellbasis) errichten. In einer solchen Basis werden von den Logistikzentren Pakete, Briefe, Werbesendungen und Printmedien angeliefert, auf die Rayons aufgeteilt und anschließend zugestellt.

Das Grundstück des neuen Gewerbeparks Gstadt verbleibt im Besitz der Bartenstein-Grossnigg-Gruppe, zu der auch die Bene GmbH gehört. Das neue Postzentrum wird von einer Tochtergesellschaft der Bene-Gruppe errichtet. Die bisherigen Zustell-Standorte Waidhofen und Lunz/See werden in dem 2.640 Quadratmeter großen Neubau integriert. Die Zustellbasis Lunz/See wird dabei in dem neuen Standort völlig aufgehen. Der derzeitige Standort sei veraltet und entspreche nicht mehr den Anforderungen der steigenden Paketmengen, heißt es seitens der Post AG.

70 Arbeitsplätze in Gstadt, zehn gänzlich neue Jobs

Sofern alle baurechtlichen Genehmigungen vorliegen, möchte die Post noch im heurigen Dezember mit den Bauarbeiten loslegen. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2022 vorgesehen. In Summe sollen dann knapp 70 Arbeitnehmer für die Post AG in Gstadt tätig sein, wobei rund zehn neue Jobs – vorwiegend im Zustellbereich – geschaffen werden.

Die Stadt Waidhofen sei ein wichtiger Knotenpunkt in der Gegend. Mit einer nahegelegenen Postbasis könne man kurze Anfahrtswege und Effizienz im operativen Bereich sowie hohe Qualität für die Kunden sicherstellen, heißt es seitens der Post. Auch die gute Anbindung an das Straßennetz, die Grundstückskonfiguration sowie eine gute Erreichbarkeit bei gleichzeitig ausreichender Distanz zu Wohngebieten seien für die Standortwahl ausschlaggebend gewesen. Was die Vorgaben hinsichtlich Ökologie und Energieeffizienz betrifft, so werde die Dachkonstruktion des Neubaus für eine Photovoltaikanlage ausgelegt, heißt es seitens der Post. Zudem werde die Infrastruktur für einen E-Fuhrpark geschaffen, schließlich möchte die Post ab 2024 nur noch E-Fahrzeuge anschaffen und bis 2030 ihren gesamten Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umstellen. Im bestehenden Waidhofner Postgebäude in der Pocksteinerstraße wird das Obergeschoß nun frei. Eine mögliche Nachnutzung bzw. eine etwaige Verwertung werde noch abgeklärt, heißt es aus dem Unternehmen. Gleichzeitig stellt man klar: Auf die Waidhofner Postfiliale hat die Übersiedlung der Zustellbasis keine Auswirkungen.

„Überlegungen hinsichtlich eines neuen Postverteilerzen trums gibt es schon seit einigen Jahren. Es ist höchst erfreulich, dass wir dieses Projekt nun in der Region umsetzen können“, sagt Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer. „Mit dem neuen Betriebsgebiet Gstadt stellen wir dafür den bestmöglichen Rahmen zur Verfügung.“