Surf Rock und Dialekt-Hip-Hop. Balu & die Surfgrammeln und Attwenger spielen am 28. August im Waidhofner Schlosshof auf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Juli 2021 (07:56)

Schon letztes Jahr wollte der Kulturverein Förderband den Versuch wagen, im Schlosshof des Schlosses Rothschild ein Open-Air-Konzert auf die Beine zu stellen. Doch die Pandemie machte dem einen Strich durch die Rechnung.

Heuer ist es aber so weit und so werden „Attwenger“ mit ihrem brandneuen Album „Drum“ im Gepäck und „Balu & die Surfgrammeln“ in Kooperation mit der Stadt Waidhofen am Samstag, 28. August, im Schlosshof aufspielen.

Manche sind ja der Meinung, Attwenger sei die unnachahmlichste Band zwischen Linz und Übersee, andere wiederum haben noch nie von ihnen gehört bzw. schon wieder auf sie vergessen. Drum haben sie „Drum“ gemacht, ihr mittlerweile neuntes Studioalbum, 15 neue Songs mit allem Drum und Dran.

"Drum"

Drum auch deshalb, weil Umstände zur Sprache gebracht werden wollten, die nerven. Würden sie nicht nerven, wozu dann die Musik? Um nicht länger drum herumzureden: Auf diesem Album wird darüber gesungen, was er so und sie so sieht, was ein falsches Viech ist, dass Happiness zum Business wurde und alle Daumen lang der Vater grantig wird, die Leute zwar weit sind, aber leider nicht weiter, was alles völlig wurscht sein kann, gefolgt von gereimtem Gelaber und Songs über den Kredit und die Schulden.

Drum kann ein Trumm, das heißt eines dieser Trümmer, sein, die plötzlich im Weg stehen, womöglich in Form einer überdimensionalen Rübe, und sei es nur eine virtuelle, aber sei’s drum. Bis zu 70 Spuren pro Song, jede davon auf die eine oder andere Weise bearbeitet, die Texte, sofern nicht spontan entstanden, über Monate, teilweise über Jahre zusammengefrickelt. Hier ist nichts authentisch, aber alles täuschend echt.

Raunziger Surf Rock aus Österreich kommt im Vorfeld von Balu & die Surfgrammeln – die Kelly Family in böse, mit viel Reverb-Gitarren, Drums, Bass und Weltuntergangspredigten.