Johann Singer: „Businessplan auf fünf Jahre ausgelegt“

Erstellt am 22. Juli 2020 | 09:22
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Johann Singer
„Eine Skination wie Österreich braucht Familienskigebiete für den Nachwuchs!“
Foto: NÖN
Johann Singer erläutert im Gespräch mit Leo Lugmayr den Forsteralm-Businessplan.
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NÖN: Aufatmen im Dreiländereck NÖ, OÖ, Steiermark. Die Forsteralm ist – vorerst – gerettet. Wie schwierig war es wirklich?
Johann Singer: Es war nicht einfach und wäre nicht gelungen, wäre nicht das Land Oberösterreich eingesprungen.

Auf wie viele Jahre bezieht sich der neue Businessplan?
Singer: Wir haben ihn auf fünf Jahre ausgelegt. In diesen fünf Jahren sind zwei Jahre enthalten, die von der Schneelage her genauso schlecht angenommen werden wie der vergangene Winter. Gleichzeitig haben wir kein einziges Jahr in der Prognose so gut veranschlagt, wie den außergewöhnlich guten Winter 2018/19. Also zwei schlechte Jahre und drei durchschnittliche Jahre sozusagen.

Macht es überhaupt Sinn, Skigebiete in dieser Lage zu retten?
Singer: Absolut! Denn wenn wir Skifahren in Österreich auf einem entsprechenden Niveau halten wollen, dann brauchen wir nicht nur Top-Destinationen, sondern auch Nahversorger-Skigebiete, wo die Jugend das Skifahren lernt.

Welches Einzugsgebiet will die Forsteralm künftig bedienen?
Singer: Das Einzugsgebiet ist relativ groß. Sehen Sie sich doch die Nummerntafeln auf dem Parkplatz an. Da sind neben den Gästen aus Steyr Land, Waidhofen und Amstetten zahlreiche Skifahrer aus den Bezirken Linz Land, Perg und dem NÖ-Zentralraum zu finden und Gäste aus Tschechien.

Wird es wieder so etwas wie eine Bausteinaktion geben?
Singer: Nein, daran denken wir vorerst nicht. Die Menschen in der Region haben damals Großartiges geleistet und eine Welle der Unterstützung hat die Forsteralm über die beiden Jahre gerettet. Wäre damals nicht so breite Unterstützung von den Gemeinden, den Vereinen und Privatpersonen gekommen, würde es die Forsteralm heute gar nicht mehr geben. Diese Hilfsbereitschaft darf man nicht überstrapazieren.

Gibt es besondere Angebote?
Singer: Das muss freilich erst ausgetüftelt werden. Mit Sicherheit aber wird es besondere Angebote für Familien und Schulen geben. Auch die Jahreskarteninhaber der vergangenen Jahre, die vom letzten Winter enttäuscht sind, wird man versuchen, mit Specials zurückzuholen.

Wie sieht es mit den bisher beteiligten Partnern aus?
Singer:  Die Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH wird ein faires Miteinander mit den Waidhofner Playern suchen und sicher auch finden.

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