Zwei Mandate sind Ziel. Die FPÖ tritt mit neuem jungem Team an. Hubert Haider möchte die Mandatszahl verdoppeln.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Januar 2020 (03:34)
Hubert Haider führt die FPÖ-Liste in Ybbsitz an.
Peter Lindlbauer

30 Jahre lang war die FPÖ Ybbsitz praktisch eine One-Man-Show von Heinz Gabriel (siehe Artikel auf dieser Seite unten), am 26. Jänner treten die Freiheitlichen mit neuem Spitzenkandidaten und jungem Team an.

Frontmann Hubert Haider ist 37 Jahre alt und beruflich Angestellter im technischen Außendienst bei der Ybbsitzer Härterei hmw. An zweiter Stelle kandidiert die 25-jährige Landwirtschaftslehrerin Tanja Kefer. Sie ist in der HBLA Sitzenberg-Reidling tätig. Sie unterrichtet dort Landwirtschaft- und Gartenbaupraktikum sowie Bewegung und Sport.

Produktionstechniker Alexander Berger (26) folgt auf dem dritten Listenplatz vor der Angestellten Manuela Schmiedberger-Schornsteiner.

Auf dem fünften Rang findet sich FPÖ-Urgestein Heinz Gabriel, der seine „Kandidatur an unwählbarer Stelle“, wie er sagt, als Unterstützung für das neue Team meint.

Peter Teufl, Wilfried Mayer und Walpurga Scheinhart machen die achtköpfige FPÖ-Riege komplett.

Im Wahlkampf setzt Haider auf das Thema Wohnen. „Ich möchte prinzipiell schauen, dass in Ybbsitz vernünftiges und leistbares Wohnen für junge Leute möglich ist“, sagt er. Denn in der Abwanderung der jungen Generation sehe er die größte Gefahr, und in der Aufgabe diese zu verhindern die größte Herausforderung. „Vernünftiges und leistbares Wohnen ist die einzige Möglichkeit, um die Jugend in der Gemeinde zu halten“, führt Haider weiter aus. Dies gelte auch in Hinblick auf die ältere Generation.

Als Ziel für die Gemeinderatswahl formuliert er die Erringung eines zweiten Mandats. „Das wäre die Verdoppelung unserer Stärke, klingt herausfordernd, ist aber in Griffweite“, ist er überzeugt.

Über Hausbesuche und soziale Netzwerke möchte er Werbung machen und sich selbst als politischer Quereinsteiger bekannt machen. Ein Trumpf seiner Liste sei auch die Jugendlichkeit der ersten Listenplätze. „Da bin ich mit 37 Jahren der Älteste“, scherzt er. Dass ein junges Team heute in der Politik gute Chancen habe, sehe man ja in der sich gerade bildenden Bundesregierung.