Klimaprotest auch in Böhlerwerk

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 03:10
Lesezeit: 3 Min
Aktivisten wollen auch Maßnahmen am Energie- und Mobilitätssektor im Ortsteil.
Werbung

Auch in Böhlerwerk beteiligten sich neun Klimaaktivisten am vergangenen Freitag mit einer Foto-Aktion am dezentralen Klimastreik der „Fridays for Future“-Bewegung, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen und von der Politik wirkungsvolle Maßnahmen einzufordern.

„Wir schließen uns den landesweiten Forderungen, wie z. B. jährlich 100 neue Windräder zu bauen und die Klimaneutralität bis 2040 sofort in die Landesverfassung zu bringen, an“, sagt Organisator Levi Resch, hält aber auch fest, dass man auch für Böhlerwerk einen Boost in der Energie- und Mobilitätswende wolle. „In Böhlerwerk muss man nur einen Blick von oben auf die Dächer, Parkplätze und Straßen werfen. Was man da sieht, sind ungenützte Flächen, klimaschädliche Infrastruktur und Flächenverschwendung. Damit muss Schluss sein. Wir fordern für Böhlerwerk die Nutzung aller Dachflächen, etwa am Böhlerzentrum oder bei Wohnblöcken, für PV-Anlagen, eine sichere Infrastruktur für Fahrräder und Fußgänger sowie einen Bebauungsstopp unserer letzten freien Flächen.“

Wenn jeder und jede Einzelne seinen Teil zum Klimaschutz beitrage, vom Fahrradfahren bis zur Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach, sei das gut, meint die Böhlerwerker Klimaaktivistin Martina Schauer. „Die wirklich großen Hebel liegen aber in den Händen der Politik. Sie muss eine Infrastruktur schaffen, die Jung und Alt gefahrlos und sinnvoll zu Fuß und mit dem Rad nutzen kann. Sie muss den enormen Flächenfraß eindämmen und den Ausbau erneuerbarer Energien mit allen Kräften unterstützen. Schaut man von oben auf unseren Ort, ist da durchaus noch Potenzial zu sehen. Deshalb unterstütze ich die Jugendlichen von ‚Fridays for Future,‘ die auf die Straße gehen, um die Parteien daran zu erinnern!“ Nur durch rasche, wirkungsvolle Maßnahmen könne man die Erderhitzung auf ein Minimum beschränken, ist Schauer überzeugt. „Unseren Kindern und Enkelkindern zuliebe ist es notwendig, bei der Landtagswahl echte Klimapolitik einzufordern!“

Kindersicherer Fußweg und Radweg durch Böhlerwerk

Für den Sonntagberger Ortsteil Böhlerwerk fordern die Klimaaktivisten konkret einen kindersicheren Fußweg in der Kohlhofer-Kurve. Auch der geplante Radweg durch den Ort solle endlich umgesetzt werden – zumindest jene Teile, wo dies schon möglich sei – bzw. sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um die Planungsphase bald abzuschließen.

Weiters für Böhlerwerk gefordert werden ordentliche, eventuell überdachte, Fahrradständer vor dem Freibadeingang, beim Bahnhof und bei den Nahversorgern sowie – wo möglich – die Dächer der Betriebsgebäude mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten.

Werbung