Forsteralm: Entscheidung fällt erst Ende Februar

Erstellt am 19. Januar 2022 | 03:39
Lesezeit: 3 Min
Zukunft der Forsteralm ungewiss. Geschäftsführer Andreas Hanger dementiert aber konkrete Schließungspläne.
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Am Mittwochabend der Vorwoche wurde der Liftbetrieb auf der Forsteralm mit einem Flutlichtskifahren wieder aufgenommen. Zahlreiche Skibegeisterte nutzten dann am Wochenende das herrliche Winterwetter, um im Skigebiet an der Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich ihre Schwünge zu ziehen. Daneben macht derzeit aber auch die Runde, dass die Forsteralm nach der Skisaison 2020/21 dichtmachen werde.

„Es gibt keine konkreten Schließungspläne“, stellt ÖVP-Nationalratsabgeordneter An dreas Hanger klar. Der Ybbsitzer fungiert nach einem Intermezzo von Herbert Zebenholzer seit Herbst 2021 wieder als ehrenamtlicher Geschäftsführer der Forsteralm Betriebs GmbH.

Zur Erinnerung: Nach einem schneearmen Winter in der Saison 2019/20 war die Forsteralm in eine finanzielle Schieflage geraten und musste Insolvenz anmelden. Das Sanierungsverfahren konnte schließlich positiv abgeschlossen werden. Die Forsteralm tat sich mit dem Skigebiet Königsberg zusammen, um künftig unter einem Dach zu operieren. Mit der Geschäftsführung beider Skigebiete wurde Königsberg-Lifte-Betreiber Herbert Zebenholzer betraut.

„Die erhofften Synergien haben sich letztlich nicht eingestellt, deshalb hat man das im Herbst wieder getrennt“, berichtet Hanger. „Als Geschäftsführer der Forsteralm ist mir nun ein straffes Kostenmanagement ganz wichtig. Ich drehe wirklich jeden Euro zweimal um“, sagt der ÖVP-Nationalratsabgeordnete. Aus diesem Grund seien die Liftanlagen nun auch abseits der Ferien Montag, Dienstag und Mittwoch nicht in Betrieb. Wie es mit dem Skigebiet künftig weitergehe, werde sich erst Ende Februar entscheiden.

Hanger hofft nun auf eine gute restliche Skisaison. Bis jetzt sei die Saison durchwachsen gewesen, gesteht er. „Die Besucherzahlen über die Weihnachtsfeiertage waren eher ernüchternd. Dennoch bin ich zuversichtlich. Das vergangene Wochenende war besuchermäßig unser erfolgreichstes in diesem Winter. Vor allem Kinder nutzten das Angebot. Man sieht also, dass hier eine Nachfrage besteht. Wenn es mehr Wochenenden wie dieses gibt, dann schaut es auch gut für die Zukunft der Forsteralm aus. Ende Februar werden wir die Situation bewerten.“

Reduziert wurde bereits vor Saisonstart das Liftangebot auf der Forsteralm. Die Lifte 1c, 3 und 4 wurden herausgenommen. „Das hat betriebswirtschaftliche Gründe“, führt Hanger aus. „Schließlich sind diese Lifte vom Naturschnee abhängig, weil die Pisten nicht beschneit werden können.“ Was mit diesen Liftanlagen geschehen soll, darüber gibt es noch keine Entscheidung. „Auch der Rückbau kostet Geld“, sagt Hanger „Erlöse bringen die Anlagen nicht.“ Zuletzt waren auf der Forsteralm der Sessellift, der Lift 1a und der Seillift in Betrieb. „Sobald es die Schneesituation zulässt, können wir auch den Lift 1b jederzeit in Betrieb nehmen.“

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