Riesenbärenklau in Gemeinde Sonntagberg entdeckt. Riesenbärenklau in Sonntagberg entdeckt. Mittlerweile wurde Pflanze entfernt.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 31. Juli 2020 (04:20)
Erkennbar ist der Riesenbärenklau vor allem durch seine stattliche Größe.
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Aufmerksame Spaziergänger entdeckten vor wenigen Wochen bei der Höhenstraße im Gemeindegebiet von Sonntagberg einen Riesenbärenklau. Diese große, weiß blühende Pflanze zählt nicht nur als invasives Unkraut, das mittlerweile in vielen Gebieten Österreichs vorkommt, sondern ist für Menschen hoch gefährlich.

Alleine eine Berührung mit der Pflanze, die auch Herkulesstaude genannt wird, kann zu schweren Hautentzündungen mit starker Blasenbildung führen. Grund dafür ist, dass der Riesenbärenklau phytotoxische Furanocumarine enthält, die bei Berührung und anschließender Sonneneinstrahlung innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden zu Entzündungen führen, deren Symptome vergleichbar mit Verbrennungen dritten Grades sind.

Um eine Verbreitung des Bärenklaus zu verhindern – eine einzelne Pflanze kann bis zu 40.000 Samen produzieren, die bis zu sieben Jahre im Boden keimfähig bleiben –, muss dieser so schnell wie möglich entfernt werden. „Hier appellieren wir an die Verantwortung jedes Liegenschaftsbesitzers“, sagt Bürgermeister Thomas Raidl. Da die Entfernung natürlich nur mit Schutzausrüstung erfolgen kann, bietet die Gemeinde hier Beratung und Hilfe an. „Wenn jemand einen Riesenbärenklau entdeckt, oder auch nur glaubt, einen entdeckt zu haben, kann er sich jederzeit an die Gemeinde wenden“, sagt Raidl.

Erkennbar ist der Riesenbärenklau vor allem an seiner stattlichen Größe. Die Pflanze erreicht zwischen drei und fünf Meter, ihr Stängel ist stark behaart, weist kleine rote Flecken auf und kann bis zu zehn Zentimeter dick werden. Die weißen, tellerähnlichen Blüten können einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimeter erreichen und auch die gefiederten, unterzackten Blätter sind riesengroß.

Bärenklau mittlerweile von Gemeinde entfernt

Die Pflanze ist vor allem entlang von Straßen, Flüssen, Bahntrassen oder an Waldrändern anzutreffen. In Sonntagberg wurde die Pflanze in einem Straßengraben gefunden – „glücklicherweise abseits von Wanderwegen“, sagt Raidl.

Mittlerweile wurde die Pflanze von der Gemeinde fachgerecht entfernt. „Der Riesenbärenklau wurde mit Gift behandelt und wir kontrollieren ständig nach, ob die Entfernung erfolgreich war“, informiert man seitens der Gemeinde.