Gschwandegger führt FPÖ-Liste in Waidhofen an der Ybbs an

Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Knoll doch nicht blauer Spitzenkandidat bei Waidhofen-Wahl im Jänner.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 13:49
Lesezeit: 2 Min
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Josef Gschwandegger (links) ist die neue Nummer eins der Waidhofner Blauen. Er sei der "klassische Wirtshauspolitiker", sagt FPÖ-Bezirksobmann Alexander Schnabel.
Foto: Kössl

Zur Pressekonferenz lud die FPÖ des Bezirks am Donnerstagvormittag in ihr Parteibüro nach Amstetten, um ihren Spitzenkandidaten für die Waidhofner Gemeinderatswahl im Jänner zu präsentieren. Dabei kam es zu einer Überraschung.

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Mitte Oktober kündigte FPÖ-Gemeinderat Karl-Heinz Knoll noch an, bei der Gemeinderatswahl im Jänner auf Listenplatz eins ins Rennen zu gehen. Daraus wird nun nichts.
Foto: Kössl

Nicht der Waidhofner FPÖ-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Knoll, sondern Josef Gschwandegger saß da neben dem geschäftsführenden FPÖ-Bezirksparteiobmann Alexander Schnabel. Dabei hatte Knoll noch Mitte Oktober im NÖN-Interview angekündigt, die Waidhofner Freiheitlichen auf Listenplatz eins in die Wahl führen zu wollen.

Von Knolls Ankündigung seien sie überrascht gewesen, sagen Schnabel und Gschwandegger. Einen dahingehenden Beschluss der zuständigen Gremien habe es nie gegeben. Die Entscheidung für einen neuen Spitzenkandidaten sei danach auf Landesebene gefallen. Innerparteiliche Streitereien oder Missmut gebe es aber nicht, wird betont. „Karl-Heinz Knoll befindet sich weiterhin im FPÖ-Team für die Waidhofner Gemeinderatswahl.“

Knoll bestätigt das. Auf welchem Listenplatz er nun kandidieren wird, weiß er allerdings noch nicht. Mitte Oktober sei noch kein anderer Kandidat im Gespräch gewesen, sagt der langdienende Waidhofner FPÖ-Gemeinderat. „Ich bin damals davon ausgegangen, dass ich das machen werde.“

Kantigerer FPÖ-Kurs

Die neue freiheitliche Nummer eins, steht sicher für einen kantigeren FPÖ-Kurs, als ihn Knoll, pflegte. Der 54-jährige ÖBB-Bedienstete Gschwandegger ist seit 1986 „überzeugter FPÖler“, wie er sagt. Seit zwölf Jahren ist der gelernte Tischler und Vater zweier erwachsender Kinder auch Parteimitglied. Zwischenzeitlich fungierte er sogar als geschäftsführender Waidhofner FPÖ-Obmann. Im Gemeinderat war er bislang nicht vertreten.

Für Schnabel ist Gschwandegger der „klassische Wirtshauspolitiker“. Man werde in Waidhofen einen direkten und pikanten Wahlkampf führen, kündigte der Bezirksobmann an. Die Partei wird als FPÖ und Unabhängige ins Rennen gehen.

Gegen Covid-Maßnahmen und Impfpflicht

„Wir müssen ein anderes Programm fahren“, sagt Gschwandegger. Ein Dorn im Auge sind der neuen Nummer eins vor allem die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung. „Wir können da nicht mehr zuschauen. Der Bürger wird nicht mehr gehört.“ Auch die geplante Covid-Impfpflicht stößt den beiden FPÖ-Politikern sauer auf. „Die Leute sollen frei entscheiden können, ob sie sich impfen lassen. Es darf keinen Impfzwang geben“, sagt Schnabel, der ebenso wie Gschwandegger über einen Genesenenstatus verfügt.

Demo am 12. Dezember

Um ihren Forderungen hinsichtlich der Corona-Maßnahmen Nachdruck zu verleihen, organisiert Gschwandegger am 12. Dezember unter dem Titel „Freiheit ist wählbar“ eine Demonstration in Waidhofen. 

Das freiheitliche Wahlprogramm und das FPÖ-Team für die Waidhofen-Wahl möchte man erst Mitte Dezember präsentieren. Fest steht: Gemeinderat Dieter Bures, der zurzeit auch noch Stadtparteiobmann ist, wird nicht mehr antreten.