Spannung am Wahlsonntag in Hollenstein. SPÖ, ÖVP und Liste „Faires Hollenstein“ buhlen um Gemeinderatsmandate.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 22. Januar 2020 (04:12)
Unternehmer Andreas Schneiber erhofft sich vom Wahlsonntag zwei Mandate.
privat

Gänzlich neu gemischt könnten die Karten in Hollenstein am Sonntag werden. SPÖ und ÖVP trennt nämlich nur ein Mandat und mit der Liste „Faires Hollenstein“ tritt noch eine dritte Kraft an.

Für SPÖ-Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer ist es die erste Wahl, in die sie als Spitzenkandidatin geht. Die drei großen Projekte, die es nun zu stemmen gebe, seien die Sanierung des Rathauses, die Schutzmaßnahmen rund um die Mure Gallenzen und der Hochwasserschutz an der Ybbs, sagt Zebenholzer. „Die stetige Weiterentwicklung im Tourismus sowie der kontinuierliche Ausbau der Energieversorgung und der In frastruktur sind ebenfalls wichtige Punkte. Aber auch die Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes nehmen wir ernst.“ Zudem solle eine Kleinstkindbetreuung installiert, die Nahversorgung gesichert und ein Betriebsgebiet geschaffen werden.

Neu ist auch der Spitzenkandidat der ÖVP-Liste „Miteinander für Hollenstein“, Martin Sonnleitner. Nur er ist fix gesetzt, über den Einzug der weiteren 23 VP-Kandidaten in den Gemeinderat entscheiden die Vorzugsstimmen. Als zentrale Anliegen nennt Sonnleitner den Glasfaserausbau, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bei öffentlichen Gebäuden, mehr Kinderspielplätze, die Behebung von aktuellen Problemen in der Stromversorgung und eine korrekte Abwicklung des Rathausumbaus.

Unternehmer Andreas Schneiber tritt mit den sieben Mitstreitern seiner „Liste faires Hollenstein“ am Sonntag an, damit – wie er sagt – künftige Entscheidungen im Gemeinderat frei von parteipolitischen Einflüssen diskutiert und nach sachlichen Argumenten entschieden werden könnten. „Ich hoffe, dass wir zwei Mandate schaffen“, sagt der Neopolitiker.