Hollensteiner hält sich fit durch ein Bad im Eis. Unternehmer Helmut Steinbacher steigt auch im Winter regelmäßig in den Teich.

Von Christa Hochpöchler. Erstellt am 26. Februar 2021 (05:58)
Abhärtung im eiskalten Wasser: Unternehmer Helmut Steinbacher lässt sich das Bad in seinem Naturteich auch im Winter nicht nehmen.
Christa Hochpöchler

Das Eisbaden hat Unternehmer Helmut Steinbacher für sich entdeckt. Regelmäßig steigt er im Winter in den Naturteich, den er auf dem Firmengelände seiner Steinbacher Energie GmbH in Hollenstein anlegen hat lassen.

„Wenn ich beim Teich das Eis aufhacke und dann mit meiner Tochter Lydia baden gehe, gehen auf einmal in der Firma die Fenster auf“, lacht der Firmenchef. „Dabei sind alle eingeladen, es mir gleichzutun!“

Auch Lydia Steinbacher scheut vor einem eiskalten Bad im Winter nicht zurück und begleitet ihren Vater beim Eisbaden. Fotos: privat
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Genützt werde die Möglichkeit, eine Abkühlung im Teich zu nehmen, von seinen Mitarbeitern und deren Angehörigen jedoch nur im Sommer. Angelegt wurde der 800 Quadratmeter große und 2,40 Meter tiefe Teich im Jahr 2014. Er hat Zulauf von den angrenzenden Bergen und ist dementsprechend kalt.

„Ich wollte etwas für die Natur tun und ein Vorbild sein“, sagt Steinbacher. „Früher hatten wir in Hollenstein noch einen Storch, doch durch das Trockenlegen von Sümpfen fand er keine Nahrung mehr. In meinem Naturteich gibt es nun viele seltene Wasserpflanzen und entsprechend viele Insekten. Igel und Mäuse haben durch die Steine und deren Hohlräume eine Rückzugsmöglichkeit – alleine im wilden Wein leben 60 Spatzen.“

Doch auch rund um den Teich gibt es einige Besonderheiten. Zwölf Stieleichen und einen Bergmammutbaum hat der Firmenchef vom Samen weg aufgezogen. Es gibt Obstbäume, Quitten, Aroniabeeren und Erdbeeren. Auf dieses naturbelassene Obst will Helmut Steinbacher, der sich sehr für gesunde Ernährung interessiert, nicht verzichten.

Entspannung im drei Grad kalten Wasser

Das Baden im drei Grad kalten Teich ist für Helmut Steinbacher kein Problem: „Ich bin es von Jugend an gewohnt, nicht ständig in der Wärme zu sein“, sagt er. „Nach der Sauna in die Kälte, das Abhärten hat schon Sebastian Kneipp geraten – und recht hat er gehabt.“

Stundenlang kann Steinbacher auch in der Ybbs stehen um sogenannte „Steinmandln“ zu bauen. Danach wärmt er sich, eingehüllt in ein Rentierfell, beim wärmenden Grill auf. „Das beeindruckt auch unsere internationalen Kunden“, erzählt er. Dann gibt es Tee aus dem gusseisernen Topf, beleuchtet wird die Szenerie durch eine antike, natürlich elektrifizierte Gaslaterne.

„Ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen, der Natur etwas zurückgeben“, bekräftigt Steinbacher. Auch wenn die Natur jetzt ruht, spätestens im Frühling, wenn die 3.300 Tulpen- und Narzissenzwiebeln, die er eingelegt hat, wachsen und zu blühen beginnen, ist das für jedermann auch sichtbar.