Liste FUFU ist drittstärkste Kraft. Liste FUFU verdoppelt sich auf vier Mandate und erhält Stadtsenatssitz. Dowalil möchte Kultur- und Sportressort.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 01. Februar 2017 (04:00)
Leo Lugmayr
Die Liste FUFU mit Martin Dowalil (rechts) erreichte knapp über 10 Prozent

Dem Gemeinderatswahlkampf bewusst verweigert hat sich die Liste FUFU. Erst am Samstagabend hat man fünf Wahlplakate aufgehängt und anschließend zum Wahlauftakt beim Schlosswirt geladen. Dass es aber keinen Wahlkampf für einen Wahlerfolg braucht, zeigt das Wahlergebnis.

"Ohne Wahlwerbung und Wahlkampf verdoppelt"

Die Farblose Unabhängige Formierte Uniformierte erreichte am Sonntag 10,2 Prozent der Stimmen und wurde drittstärkste politische Kraft. In vier Wahlsprengeln wurde sie sogar Zweiter hinter der WVP. In Mandaten bedeutet dies vier statt bislang zwei Sitze.

„Ich freue mich, dass unser Plan aufgegangen ist und wir uns ohne Wahlwerbung und Wahlkampf verdoppeln konnten“, sagt Spitzenkandidat Martin Dowalil. „Wir wurden mit einem Stadtsenatssitz für die Arbeit belohnt, die wir in den letzten fünf Jahren im Gemeinderat geleistet haben.“

Erster Waidhofner Stadtrat der Liste FUFU wird selbstverständlich Dowalil selbst. Welche Ressorts er gerne hätte, weiß er auch schon. „Ich möchte Bereiche bekommen, die mir nahestehen. Da ich weiß, dass ich das Bauressort nicht bekommen werde, wäre mein Traum, Stadtrat für Kultur und Sport zu werden“, sagt er. Leid tun ihm die gravierenden Wahlniederlagen von SPÖ und UWG: „Ich weiß, dass sowohl SPÖ als auch UWG wirklich hart gearbeitet haben, diese Verluste sind viel zu hoch ausgefallen.“

Wer neben Dowalil die nächsten fünf Jahre für die Liste FUFU im Gemeinderat sitzt, stand zuletzt noch nicht fest, da die Auszählung der Vorzugsstimmen noch nicht vorlag. Wie berichtet, werden die Mandate der Liste nach Vorzugsstimmen besetzt, wobei dem stimmenstärksten Mann die stimmenstärkste Frau folgt, um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu erreichen.