Türen aus Kematen für neuen ICE. 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge der Deutschen Bahn mit Einstiegssystemen des Ybbstaler Unternehmens IFE ausgestattet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. Januar 2021 (06:54)
Die neuen Züge werden nicht mehr durchgängig mit einem roten Streifen, sondern an den Kopfwägen mit grünen Streifen lackiert sein, um den Beitrag zum Klimaschutz deutlicher zu machen.
DB AG/Siemens Mobility

Die Knorr-Bremse GmbH Division IFE, Weltmarktführer für Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge, wird die Türsysteme für 30 ICE-3-Züge der Deutschen Bahn AG liefern.

Die deutsche Regierung hat sich zusammen mit der Deutschen Bahn (DB) das Ziel gesetzt, die Fahrgastzahlen im Fernverkehr bis 2026 zu verdoppeln. Die DB setzt dabei auch auf eine Erweiterung der 300-km/h-Flotte, die bei der DB unter dem Namen ICE 3 geführt wird. Einerseits, um die in die Jahre gekommenen ICE 1 zu ersetzen, und andererseits, um mit zusätzlichen Zügen eine Alternative zum innerdeutschen Flugverkehr zu bieten. Einsatzort der neuen Fahrzeuge wird die Strecke zwischen Köln und Frankfurt sein, mit Anschlüssen ins benachbarte Ausland sowie in deutsche Ballungszentren. Auch die Strecke zwischen Berlin und München ist prädestiniert, da bis zu 300 km/h zulässig sind.

In der Ausschreibung konnte sich die Siemens Mobility AG mit einem Facelift-Modell der bereits erfolgreich betriebenen Hochgeschwindigkeitszüge der Velaro-Plattform durchsetzen. Die Züge werden im Werk in Krefeld gebaut und Ende 2022 in den Fahrgastbetrieb gehen.

Aufgrund der guten Partnerschaft zwischen der Knorr-Bremse GmbH Division IFE und der Siemens AG in den bisherigen Projekten der Velaro-Familie in China, Russland, England, der Türkei und in Deutschland wird IFE ab Anfang 2021 wieder die Einstiegssysteme für die „weiße Flotte“ der DB liefern. Wie bereits in der seit 2013 in Betrieb befindlichen Generation des ICE 3 werden die neuen Hochgeschwindigkeitszüge mit schnellschließenden und druckdichten Türen ausgestattet.

Oliver Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Knorr-Bremse GmbH in Österreich und verantwortlich für das weltweite Einstiegssystemgeschäft von Knorr-Bremse, freut sich über den neuen Großauftrag: „Als globaler Marktführer für Einstiegssysteme sind wir stolz, unter den erfolgreichen Gewerken zu sein. Unsere Türsysteme spielen eine wichtige Rolle bei der Handhabung von Passagierströmen, bei der Verkürzung der Verweildauer auf dem Bahnsteig und bei der Steigerung des Passagierkomforts an Bord.“ Ebenso konnte eine Einigung mit Siemens auf einen Optionsabruf von bis zu 30 weiteren Zügen erzielt werden. Dies bedeutet, dass mit der Auslieferung des 30. Zuges bereits 100 Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro in Europa verkehren – und das mit IFE-Türsystemen.