Arbeitsmarkt im Ybbstal: „Ein erfreulicher Trend“

Erstellt am 11. August 2022 | 04:26
Lesezeit: 3 Min
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AMS-Leiterin Anita Prüller verweist auf weniger Arbeitslose bei allen Personengruppen.
Foto: AMS
AMS-Chefin zieht Halbjahresbilanz: um 68 Prozent weniger Langzeitarbeitslose.
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Eine Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent verzeichnete man mit Ende Juni am AMS Waidhofen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 0,5 Prozentpunkten. AMS-Geschäftsstellenleiterin Anita Prüller nutzt das Vorliegen der Zahlen nun, um Halbjahresbilanz zu ziehen.

„Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotz steigender Unsicherheiten stabil und die Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück“, sagt Prüller. So waren im AMS-Bezirk Ende Juni in Summe 274 Personen als arbeitslos vorgemerkt – um 66 Jobsuchende oder 20 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres. Im Vergleich zu Juni 2019, und somit vor der Corona-Pandemie, beträgt der Rückgang 21,8 Prozent. Im Gegenzug waren Ende Juni 593 offene Stellen am AMS Waidhofen gemeldet, um 65 Prozent mehr als Ende Juni 2021.

Die Langzeitarbeitslosigkeit im Bezirk Waidhofen konnte innerhalb des letzten Jahres um 68 Prozent reduziert werden. Die AMS-Leiterin führt dies auf die anhaltende Arbeitskräftenachfrage und die konsequente Vermittlungsstrategie des AMS zurück. „Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen zählt weiterhin zu den großen Herausforderungen des AMS“, sagt Prüller. „Um Personen, die bereits länger auf Jobsuche sind, den beruflichen Wiedereinstieg zu ermöglichen, haben wir bereits während der Pandemie begonnen, unser Beratungs- und Integrationsangebot massiv auszubauen.“

Bei den unter 25-Jährigen hat sich die Arbeitslosigkeit im Halbjahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent reduziert. „Jugendliche, die einen Lehrberuf anstreben, können aus einem Überangebot an interessanten Lehrberufen wählen“, hält die AMS-Chefin fest und verweist auf 70 Lehrstellen, die Ende Juni im Bezirk Waidhofen offen waren.

Aber nicht nur bei den Jugendlichen, auch bei allen anderen am AMS vorgemerkten Personengruppen konnte im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zu 2021 und zum Vor-Corona-Jahr 2019 ein Rückgang verzeichnet werden.

„Diesen erfreulichen Trend möchten wir fortsetzen“, sagt Prüller. „Die Strategie der intensiven Beratung, der forcierten Stellenbesetzung sowie der Einsatz von Fördermitteln im Rahmen der Beschäftigungsinitiative kommen dabei zum Tragen.“

Ende Juli waren am AMS Waidhofen 323 Personen – 164 Frauen und 159 Männer – als arbeitslos vorgemerkt, um 13 Personen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

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