Kreativ-Hotspot "Sturmfrei" ist eröffnet. Der Werk- und Denkraum des Vereins Förderband am Waidhofner Hauptbahnhof ging in Betrieb. Großes Besucherinteresse an neuem Kreativ-Hotspot.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:00)
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Am Eröffnungstag griff auch Förderband-Obmann Martin Dowalil zur Nähmaschine. Praktische Tipps und ein bisschen Licht bekam er von den „Sturmfrei“-Initiatoren Angelika Wagner und Bernadette Aigner (hinten, v.l.).

Einen Raum zu schaffen, in dem jeder seinen kreativen Ideen nachgehen und alleine oder gemeinsam künstlerisch bzw. handwerklich tätig werden kann – das war das Anliegen von Bernadette Aigner, Angelika Wagner und Ursula Schrefl. Als Projektgruppe des Waidhofner Kulturvereins Förderband taten sich die drei zusammen und machten sich auf die Suche nach einer derartigen Lokalität. Fündig wurde man schließlich am Areal des Waidhofner Hauptbahnhofs in einem ehemaligen Schulungsraum der ÖBB.

Crowdfunding: 5.249 Euro erreicht

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Um die Miete stemmen und den Raum mit einer gewissen Grundausstattung wie Einrichtung und Werkzeug versehen zu können, wurde ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Dieses konnte Anfang Mai mit 5.249 Euro höchst erfolgreich beendet werden. Die NÖN berichtete.

Am vergangenen Freitag öffnete dieser Werk- und Denkraum, der den Namen „Sturmfrei“ trägt, nun zum ersten Mal seine Pforten. Das Interesse war groß. Bei Kaffee, Kuchen und Knabbereien sowie selbst gemachtem Eistee und Limonaden verschafften sich zahlreiche Besucher Einblicke in den neuen Kreativ-Hotspot am Waidhofner Hauptbahnhof.

Aus dem einst nüchternen Schulungsraum ist in den letzten Wochen ein Ort zum Werken und Wohlfühlen geworden. Auf Zeichen- und Basteltischen finden sich Mal- und Zeichenutensilien, dazwischen bunte Stoffe, Filzreste und Werkzeug. Zwei Nähmaschinen warten darauf, bedient zu werden. Die „Sturmfrei“-Besucher konnten da auch gleich zur Tat schreiten. So wurde gemalt und gezeichnet, genäht und gestrickt, Stempel wurden geschnitzt und mit diesen gleich Stoffe bedruckt.

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In der Mitte des Raumes befindet sich ein großer Arbeitstisch. Anna Leimer und Paula Schrefl bemalten die „Sturmfrei“-Fahne, auf der sich alle Besucher verewigen konnten.

Fixer Öffnungstag ab Herbst

Während des Sommers ist der „Sturmfrei“-Raum auf Abruf geöffnet. Im Herbst möchte man dann jeden Samstag von 10 bis 18 Uhr öffnen. Um das Angebot nutzen zu können, empfiehlt sich eine Jahresmitgliedschaft. 15 Mitglieder zählt man schon. Für all jene, die keine Jahresmitgliedschaft eingehen wollen, gibt es auch Tagesmitgliedschaften.

„Es freut mich, wie sich dieser Raum mit Leben füllt“, sagt Förderband-Obmann Martin Dowalil, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. „Wir haben mit unserem Verein schon viel probiert. Hier wurde jetzt mal eine Infrastruktur geschaffen. Mal schauen, wie das Interesse ist und was sich daraus entwickelt. Ein fixes Programm gibt es nicht.“

„Wie sich der ‚Sturmfrei‘-Raum entwickelt, hängt von den Leuten ab, die herkommen“, ergänzt Initiatorin Bernadette Aigner. Angedacht ist jedenfalls, in Zukunft hier auch Workshops anzubieten. Ob Schnitzen, Filzen, Einrexen oder Sockenstopfen – das genaue Programm wird noch entwickelt. Waidhofner Initiativen wie die Radlobby oder das Architektur-Konglomerat haben auch schon Interesse bekundet.

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Nicole Wildling-Dowalil ließ ihrer Kreativität an einem der Zeichentische freien Lauf.