Skisaison: Hoffen auf kalte Tage und Nächte. In Hollenstein und auf der Forsteralm will man um den Jahreswechsel in die neue Saison starten. Wirbel um Gastrobetrieb.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 29. Dezember 2020 (18:29)
Bilder der vollen Sonnenterrasse der Forsterau-Hütte auf der Forsteralm sorgten für Aufregung in den sozialen Netzwerken. Am Montag hat Herbert Forster alle Sitzmöglichkeiten rund um die Hütte entfernt. Seit Dienstag ist sein „Take-away-Angebot“ damit wieder möglich.
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„Es sieht noch etwas traurig aus“, sagt Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer der Königsberg-Lifte und Forsteralm, am Montagnachmittag zur NÖN. „Wir brauchen eineinhalb kalte Tage und Nächte, um weiter beschneien und in beiden Skigebieten zumindest in Teilbetrieb gehen zu können. Allerdings, das Tauwetter vor Weihnachten hat uns zurückgeworfen und aktuell hat es auch wieder Plustemperaturen – da schmilzt der Schnee dahin. Daher lassen wir den Kunstschnee gehäuft liegen und verteilen ihn noch nicht auf den Pisten, da sonst die ganze Beschneiung umsonst gewesen sein könnte“, erklärt Herbert Zebenholzer, der trotz allem hofft, rund um den Jahreswechsel mit dem Teilbetrieb in die neue Skisaison starten zu können.

Vorerst bleibt er aber noch ziemlich gelassen. „Es gibt keinen Grund, nervös zu werden. Wir starten normalerweise in guten Jahren auch immer erst zu Weihnachten. Jetzt haben wir ein paar Tage verloren. Wenn wir ab Jänner losfahren können, dann sollte es passen“, sagt Zebenholzer.

Die Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen hätte man jedenfalls in beiden Skigebieten entsprechend vorbereitet. Dass es dennoch kein einfaches Unterfangen wird, alle Maßnahmen einzuhalten, zeigte der vergangene Sonntag. Bei Sonnenschein stürmten die Massen in die Natur. Ausflugsziele in der Region wurden regelrecht gestürmt. So war auch auf der Forsteralm der Andrang riesengroß. Tourenskigehen, Rodeln, Schlittenfahren oder einfach ein Spaziergang im Schnee standen hoch im Kurs. „Unser Parkplatz war gut belegt. Wir waren auch vor Ort, um eine gewisse Ordnung reinzubringen. Aber alles kann man nicht regeln“, weiß Zebenholzer.

Volle Sonnenterrasse erhitzt die Gemüter

Für einiges an Aufsehen auch in den sozialen Netzen sorgten Bilder von der vollen Sonnenterrasse der Forsterau-Hütte auf der Forsteralm. Gastwirt Herbert Forster bot als „Take-away“ kleine Speisen und Getränke an. Die Ausflügler konsumierten eifrig im Freien. Die Abstandsregeln auf der Terrasse wurden nicht eingehalten. „Wir haben aber nicht gewusst, dass wir auch alle Sitzplatzmöglichkeiten rund um die Hütte entfernen hätten müssen. Das wird es so künftig nicht mehr geben“, schildert Forster im NÖN-Telefonat am Montagnachmittag.

Für Verwirrung sorgte auch, dass es hierzu in Oberösterreich andere Bestimmungen gibt als in Niederösterreich. Am Montag hatte Forster kurzfristig daher auch geschlossen. Den „Take-away“-Betrieb durfte er nach Rücksprache mit den Bezirksbehörden aber am Dienstag wieder fortführen. Jedoch ohne Sitzgelegenheiten. „Die Situation ist nicht einfach, aber wir haben auch mit den Bürgermeistern vereinbart, dass wir unsere Hütte offen halten, auch um entsprechende Toilettenanlagen anzubieten“, erklärt Forster.