Hollenstein mit Beitritt zu Radwegverein. SPÖ Hollenstein trägt Gleisabtrag und endgültigem Aus für Ybbstalbahn Rechnung. Gemeinde Hollenstein beschließt Beitritt zum Verein Ybbstalradweg.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 08. Oktober 2014 (10:11)
NOEN, SPÖ
Nach ausführlichen Beratungen hat die SPÖ Hollenstein beschlossen, dem Radwegverband beizutreten. Harald Forstenlechner, Bürgermeister Manfred Gruber, Raimund Forstenlechner, SPÖ-Obmann Bernhard Forstenlechner, Vizebürgermeister Walter Holzknecht, Erwin Streicher, Chrysantemus Stix, Mario Seisenbacher, Petra Mandl und Oliver Nachbargauer (v.l.).
Mitte September erfolgte der Spatenstich für den Ybbstalradweg. Sechs von sieben Ybbstaler Bürgermeister schaufelten Erde. Nur einer fehlte: Hollensteins Ortschef Manfred Gruber (SPÖ). Der Grund: Die Gemeinde Hollenstein war bisher nicht im Verein Ybbstalradweg vertreten. An ihrer Stelle sprang der Dorferneuerungsverein ein – allerdings als Mitglied ohne Stimmrecht.

SP-Forstenlechner hält fest: Waren nie gegen einen Radweg

Nun möchte man jedoch auch in Hollenstein beim Radweg mitbestimmen können. In der Gemeinderatssitzung am Montag (nach Redaktionsschluss) stand deshalb ein Antrag für einen Beitritt zum Radwegverein auf der Tagesordnung.

„Nach der Demontage der Schienen und dem Umstand, dass es keine Zugverbindung mehr ins Ybbstal geben wird, haben wir uns nach eingehenden Diskussionen dazu entschlossen, dem Verein Ybbstalradwegverband beizutreten, das Stimmrecht zu nützen und den Radweg mitzugestalten“, so SPÖ-Gemeinderat Raimund Forstenlechner.

Der SPÖ-Mandatar hält fest, dass man nie gegen einen Radweg gewesen sei. Vielmehr habe man sich immer für eine Kombination aus Bahn und Radweg ausgesprochen. Die Einstellung der Ybbstalbahn sehe man nach wie vor sowohl aus touristischer als auch aus verkehrspolitischer Sicht als nicht wiedergutzumachende Fehlentscheidung.

„Es hat sich ausgezahlt die Tür offen zu lassen“

„In erster Linie geht es um unser Hollenstein und wohin es sich entwickeln soll und wird“, so Bürgermeister Gruber. „Tourismus ist nun mal eine Chance, der wir uns nicht entgegenstellen können und auch nicht wollen.“

Um den Tourismus zu forcieren und die touristischen Angebote gemeinsam zu bewerben, wurde vor gut einem Jahr eine Lenkungsgruppe in Hollenstein ins Leben gerufen. In deren Arbeit soll nun auch der geplante Ybbstalradweg verstärkt einfließen.

„Es hat sich ausgezahlt die Tür offen zu lassen“, sagt Radwegverein-Obmann Bürgermeister Martin Ploderer. „Nun ist Hollenstein in die Entscheidungsprozesse rund um den Radweg eingebunden.“

„Ich bin froh, dass die SPÖ ihren Widerstand endlich aufgegeben hat“, sagt ÖVP-Fraktionschef Thomas Krejci. „Schade ist nur, dass das jetzt erst passiert und wir dadurch bei vielen Entscheidungen schon nicht mitreden konnten.“