Bessere Lüftung: Fenster auf bei Alarm. HTL-Team entwickelte Anzeige, die CO 2 -Wert und Lüftungsbedarf ermittelt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Dezember 2020 (04:18)
Das verantwortliche Entwicklerteam der HTL, von links: Leopold Stockinger, Michael Grabenschweiger, Direktor Harald Rebhandl, Hans-Peter Kaiser (Fa. Würth) und Abteilungsvorstand Johannes Haidler. HTL
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Wie schnell und effizient an der HTL Waidhofen auf aktuelle Problemstellungen reagiert wird, beweist die Abteilung Smart Systems mit der Entwicklung einer CO 2 -Anzeige, die optimales Lüften in den Schulräumen ermöglicht.

Schlecht gelüftete Räume erhöhen massiv die Gefahr, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Um die Aerosolbelastungen in den Klassenzimmern niedrig zu halten, wurde das Lüftungsintervall coronabedingt extrem nach oben geschraubt. Die Häufigkeit war dabei bis vor Kurzem allerdings eher vom subjektiven Empfinden des jeweiligen Lehrpersonals abhängig.

Mit einer von einem Team der Abteilung Smart Systems entwickelten Anzeige- und Alarmfunktion wird nun die CO 2 -Konzentration im Klassenraum ermittelt. Dadurch können die Luftqualität und somit der Lüftungsbedarf überprüft werden.

Die Umsetzung erfolgte in wenigen Wochen. Dank der Bereitstellung der finanziellen Mittel durch die Direktion und der Sponsorbereitschaft der Firma Würth Elektronik sowie des Linzer Sensorherstellers E+E konnten bereits zwölf Anzeigen in den Werkstätten und Labors in Betrieb gehen. Bis zum Ende des Lockdowns wird jede Klasse mit einer Anzeige ausgestattet sein.

Parallel zur Fertigung waren auch die Software für die Anzeige und eine Webvisualisierung zu erstellen. Auf einen Blick kann man mittels App nun den „klimatischen“ Zustand aller Klassenräume verfolgen.

Derzeit wird an der Technikerschmiede bereits an der Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten gearbeitet, so sollen im nächsten Schritt die Pausenglocke und eine Sprach- und Schriftkommunikation in die Anzeige implementiert werden.