Waidhofner Politik setzt ein Zeichen. Waidhofen beteiligt sich an „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Postings unter #gemeinsamgegengewalt und oranger Schlosssteg, um auf Thema aufmerksam zu machen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:26)
Der Waidhofner Gemeinderat setzte ein Zeichen: Bürgermeister Werner Krammer, Robert Grurl, Sylvia Tazreiter, Ursula Schrefl, Beatrix Cmolik, Katharina Bahr, Gabi Weber, Silvia Hraby, Franz Sommer, Vizebürgermeister Armin Bahr, Stadtrat Erich Leonhartsberger, Stadtrat Martin Dowalil und Karl-Heinz Knoll (von links) hissten vor dem Rathaus gemeinsam die Fahne gegen Gewalt an Frauen.
Magistrat

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, am 10. Dezember der Tag der Menschenrechte. Der Zeitraum dazwischen wird im Zuge der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ weltweit dazu genutzt, um auf die verschiedenen Gesichter, die Gewalt gegen Frauen haben kann, aufmerksam zu machen. Darunter fallen nicht nur physische und psychische, sondern auch strukturelle und ökonomische Gewalt. In Österreich wird jede fünfte Frau Opfer von Gewalt, oft in den eigenen vier Wänden.

Auch an der UNO-Kampagne „Orange the World“ beteiligt sich die Stadt. Dabei werden öffentliche Gebäude in orangefarbenes Licht gehüllt, um das Problem von Gewalt gegen Frauen ins Bewusstsein zu rücken. In Waidhofen erstrahlt der Schlosssteg bis zum 10. Dezember orange.
Kössl

In Waidhofen wurde schon in den vergangenen zwei Jahren mit der Fahnenaktion „Frei leben ohne Gewalt“ auf das Thema aufmerksam gemacht. Auch heuer wurde die Fahne wieder vor dem Rathaus gehisst. Zusätzlich wollen die Waidhofner Stadt- und Gemeinderäte heuer ein noch deutlicheres Zeichen setzen. 16 Mandatarinnen und Mandatare aller Fraktionen veröffentlichen auf Facebook zwischen 25. November und 10. Dezember unter dem Hashtag #gemeinsamgegengewalt ein Posting, um das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Initiiert hat die Aktion SPÖ-Gemeinderätin Katharina Bahr. Sie ruft dazu auf, diese Postings zu liken und zu teilen. „Das trägt dazu bei, noch mehr Menschen zu erreichen“, ist Bahr überzeugt. „Wenn es darum geht, für dieses gesellschaftliche Problem zu sensibilisieren und betroffenen Frauen Unterstützung und hilfreiche Informationen anzubieten, wollen wir gemeinsam an einem Strang ziehen und ein deutliches Zeichen setzen“, sind sich die Obmänner der Waidhofner Gemeinderatsfraktionen einig.

„Diese kommenden 16 Tage werden wir gemeinsam nutzen, um dem Thema Gewalt an Frauen das entsprechende Gewicht zu geben“, sagt Bürgermeister Werner Krammer (WVP). „Aber auch an den übrigen 349 Tagen ist es wichtig aufzuklären, zu sensibilisieren und ein entsprechendes Angebot zur Verfügung zu stellen.“ So finden sich auf der Stadthomepage unter www.waidhofen.at Informationen, Beratungs- und Hilfsangebote für Frauen.