Waidhofen an der Ybbs soll grüner werden. Am Freisingerberg werden Bäume gesetzt. Stadtchef Werner Krammer stellte neues Mobiliar am Hohen Markt vor.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 13. Mai 2020 (05:10)
Bürgermeister Werner Krammer (links) und Stadtgärtner Jan-Michael Fabian präsentierten die neuen Rankgerüste, in die auch schon Pflanzen eingesetzt wurden.
Lisa Hofbauer

Schon im Vorjahr wurde es von Bürgermeister Werner Krammer (WVP) angekündigt, nun liegen konkrete Pläne vor: In der Waidhofner Innenstadt sollen Bäume gepflanzt werden. Dies verlautbarte der Stadtchef im Rahmen der Präsentation des neuen Innenstadtmobiliars am vergangenen Freitag.

Eine Sitzbank inklusive Lehne sowie einem Rankgerüst steht vor der Raiffeisenbank am Hohen Markt. Das Möbel kann bei Bedarf jederzeit umgestaltet werden.
Lisa Hofbauer

Konkret werden die Bäume am Freisingerberg vor dem Drogeriemarkt und vor dem Aufgang zur Hörtlergasse gepflanzt (siehe Plan) – insgesamt vier an der Zahl. Unter den Bäumen werden auch Radständer sowie Bänke installiert, sagt Krammer. „Ursprünglich hätten wir angedacht, Tröge mit Bäumen aufzustellen, doch das war am Freisingerberg aufgrund der Steigung nicht gut möglich. Daher haben wir uns dazu entschlossen, hier fixe Bäume zu setzen“, erklärt der Stadtchef. Die Bauarbeiten sollen noch im Sommer starten, gesetzt werden die Bäume dann im Herbst.

Neue Möbel am Hohen Markt aufgestellt

Die Bäume am Freisingerberg sind aber nicht das einzige Grün, das in die Innenstadt kommen soll. Am Unteren Stadtplatz sollen Bäume in Trögen den Eingang zur Stiegengasse sowie die Ärztezentrum-Passage markieren. Zudem werden auch, verteilt über die gesamte Stadt, Rankgerüste aufgestellt, an denen Grünpflanzen emporwachsen können.

Am Freisingerberg werden vor dem Drogeriemarkt „dm“ und dem Aufgang zur Hörtlergasse insgesamt vier Bäume gepflanzt. Gemeinsam mit Radständern und Bänken sollen sie zu einem attraktiven Platz zum Verweilen mitten in der Innenstadt werden.
Architekt Ernst Beneder, NÖN-Grafik: Bischof

Die Rankgerüste sind Teil des neuen Innenstadtmobiliars, von dem erste Elemente bereits am Hohen Markt bewundert werden können. Neben Rankgerüsten wurden vom städtischen Bauhof auch Sitzbänke sowie Fahrradständer angefertigt und aufgestellt. Entworfen wurden die neuen Möbel von Architekt Ernst Beneder als Teil des „Stadtprojekts 2.0 17“. Dessen Grundidee war ein sogenanntes „modulares Baukastensystem“, das heißt, die einzelnen Elemente können nach Belieben und Bedarf zu den entsprechenden Möbeln zusammengebaut werden. „Ich freue mich sehr, nach einem intensiven Entwicklungsprozess nun die ersten Möbel präsentieren zu können“, sagt Krammer. Nach dem Hohen Markt werden noch weitere Elemente am Oberen und Unteren Stadtplatz, am Freisingerberg und im Schlosspark folgen. „Ich glaube und hoffe, dass die neuen Möbel ein Markenzeichen für Waidhofen werden können“, sagte Krammer.

Vereinzelt Kritik aus Opposition

Begrüßt wird das neue Konzept auch von der Opposition – wenn auch mit einigen Vorbehalten. Der Gemeinderat beschloss die Möblierung einstimmig. „Ich persönlich finde die Sitzgelegenheiten und die Rankgerüste gelungen“, sagt Stadtrat Martin Dowalil (FUFU), wendet aber ein, dass die Umgestaltung des Hohen Marktes bei der Liste FUFU von Anfang an unter keinem guten Stern stand. „Hier wurden erstens die finanziellen Mittel für die notwendige Pflastersanierung am Oberen Stadtplatz verwendet und zweitens die Barrierefreiheit grob vernachlässigt.“ Dennoch begrüßt der Baustadtrat die Begrünung der Innenstadt. „Die Liste FUFU kämpft für eine grünere Innenstadt und wir lassen auch prüfen, wo es möglich ist, tatsächlich Bäume zu pflanzen.“

Der Radständer vor der Raiffeisenbank kann auch zu einem Marktstand umgebaut werden. Die restlichen Fahrradständer sind als einfache Bügel angedacht.
Lisa Hofbauer

Auch die SPÖ & Unabhängigen begrüßen die neue Möblierung und stimmten auch den Plänen zu. „In natura haben wir aber durchaus Verbesserungspotenzial erkannt und das auch bereits mit dem Bürgermeister und Herrn Beneder besprochen“, sagt SP-Vizebürgermeister Armin Bahr. Kritisiert werden von ihm vor allem die schmalen Sitzflächen, die Metallleisten hinter der Lehne und austretendes Harz.

Genauso wie die SPÖ ortet auch die FPÖ noch Überarbeitungsbedarf der Möbel. „Mir persönlich wäre es wichtig gewesen, da Waidhofen ja Gesunde Gemeinde ist, dies in der Ergonomie der Sitzmöbel fortzusetzen. Dies wurde leider nicht berücksichtigt“, sagt Gemeinderat Karl-Heinz Knoll. „Besonders störend empfinde ich die Metallkante der Rankelemente im Bereich der Rückenlehne, die auch zu Verletzungen führen könnte.“

Umfrage beendet

  • Gefallen euch die neuen Innenstadtmöbel in Waidhofen?